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Gewinnt bei der WM in Varese erneut Bronze: Judith Arndt © imago

Die Zeitfahr-Dritte holt sich auch beim WM-Straßenrennen in Varese Bronze. Es ist die fünfte Medaille für das deutsche Team.

Varese - Judith Arndt hat den Höhenflug des deutschen Teams bei der Straßenrad-WM im italienischen Varese fortgesetzt.

Die Weltcup-Gesamtsiegerin holte sich im Straßenrennen der Frauen ihre zweite Bronzemedaille bei den diesjährigen Titelkämpfen und bescherte der Mannschaft des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) damit das fünfte Edelmetall am fünften Tag.

Arndt musste sich nach 138,8 km im Sprint einer dreiköpfigen Spitzengruppe der siegreichen Olympiasiegerin Nicole Cooke aus Großbritannien sowie der Niederländerin Marianne Vos geschlagen geben.

Trixi Worrack (Dissen) rundete das gute deutsche Abschneiden mit Platz fünf ab.

"Ich bin trotzdem stolz, auch wenn es zum Sieg nicht gereicht hat. Trixi und ich haben ständig attackiert und alles versucht. Es ist immer blöd, wenn man weiß, dass eine Fahrerin besser sprinten kann", sagte Arndt und ergänzte: "Unser ganzes Team war richtig stark. Wir haben alles richtig gemacht und waren in allen Gruppen vertreten."

Arndt ergiff die Initiative

Damit hat sich die deutsche Erfolgsserie unvermindert fortgesetzt. Herausragend war dabei die Goldmedaille von Bert Grabsch (Wittenberg) im Zeitfahren der Männer.

Außerdem holten bei den U-23-Männern noch Patrick Gretsch (Erfurt) Silber im Zeitfahren und John Degenkolb (Gera) Bronze im Straßenrennen.

500 Meter vor dem Ziel hatte Arndt die Initiative ergriffen und bei ihrem Angriff alles auf eine Karte gesetzt.

Trixi Worrack opfert sich auf

Doch Cooke und Vos blieben am Hinterrad und zogen vor dem Zielstrich noch vorbei.

Arndt, die 2004 bereits Weltmeisterin gewesen war und die ganze Saison über dominiert hatte, blieb immerhin Bronze.

Zuvor hatte Worrack aufopferungsvoll für Arndt gekämpft und immer wieder Ausreißversuche unterbunden, auf dem letzten Kilometer hatte Worrack nichts mehr hinzuzusetzen.

Bundestrainer Dornbusch hört auf

Arndt bescherte damit Jochen Dornbusch zum Abschied dessen 31. Medaille bei sportlichen Großereignissen als Bundestrainer.

Der 51-Jährige verlässt zum Saisonende den BDR und wird Sportlicher Leiter beim Frauen-Radrennstall Equipe Nürnberger.

Schumacher hat's in der Hand

Bei der letzten Entscheidung der WM geht die deutsche Mannschaft ebenfalls nicht aussichtslos ins Rennen.

Beim Straßenrennen der Männer über 260,25 km zählt Stefan Schumacher am Sonntag zu den Mitfavoriten. Im Vorjahr hatte der Nürtinger Platz drei belegt.

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