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Fuhr im Sommer während der Tour de France in Gelb: Frank Schleck © getty

Hat Radprofi Frank Schleck Geld an Dopingarzt Fuentes überwiesen? Die Anti-Doping-Agentur befragte dazu jetzt den Luxemburger.

Luxemburg - Die luxemburgische Anti-Doping-Agentur ALAD hat am Mittwoch Radprofi Frank Schleck wegen seiner mutmaßlichen Überweisung an Dopingarzt Eufemiano Fuentes zur Rede gestellt.

Das gab die ALAD am Mittwochabend bekannt, nachdem der Tour-Sechste vom Team CSC 45 Minuten Auskunft gegeben hatte.

Schleck, der seine Unschuld beteuerte, erschien in Begleitung von Rechtsanwalt Albert Rodesch.

Mutmaßliche Überweisung an Fuentes

Schleck soll im März 2006 insgesamt 6991 Euro auf das Fuentes-Konto unter dem Decknamen "Codes Holding" bei der Genfer Bank HSBC überwiesen haben.

Entsprechende Dokumente hat das Bundeskriminalamt nach Luxemburg weitergeleitet.

"Die deutschen Behörden sind der Ansicht, dass es sich möglicherweise um eine Verletzung der Anti-Doping-Regeln von Frank Schleck handelt", heißt es in der ALAD-Mitteilung.

Robert Schuler, Vorsitzender der Antidoping-Agentur, wollte keine Informationen über Verlauf und Inhalt des Treffens preisgeben.

Er wird die erhaltenen Informationen an den Verwaltungsrat der Agentur weiterleiten. Sollten sich neue Elemente ergeben, würden sie mitgeteilt. Anwalt Rodesch gab an, "auf alle Fragen detailliert geantwortet zu haben".

Polizisten untersuchten Teamhotel

Frank Schleck selbst wiederholte, nie gedopt oder Unerlaubtes getan zu haben.

Während der WM hatten 20 Polizisten das Teamhotel der Luxemburger durchsucht.

Die Ermittler waren offenbar auf der Suche nach einem in Italien verbotenen Sauerstoffzelt zur Simulation eines Höhentrainings.

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