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Seit 2003 fährt Frank Schleck für das dänische CSC-Team © getty

Frank Schleck gibt zu, an Doping-Arzt Fuentes Geld überwiesen zu haben. Die Doping-Vorwürfe streitet der CSC-Profi aber ab.

Hamburg - Der Luxemburger Radprofi Frank Schleck hat zugegeben, im Jahr 2006 rund 7000 Euro an den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes überwiesen zu haben.

Das teilte sein Arbeitgeber, der dänische CSC-Rennstall, am Freitag mit. Gleichzeitig beteuere Schleck jedoch, niemals gedopt zu haben, heißt es in der Erklärung weiter.

Dennoch wurde der 28-Jährige von seinem Team bis auf weiteres aus dem Rennbetrieb genommen.

"Wir sind sehr enttäuscht, zu erfahren, dass Frank Kontakt zu Personen hatte, die unserem Sport viel Schaden zugefügt haben. Sein Verhalten war unverantwortlich", sagte CSC-Teamchef Bjarne Riis, der im vergangenen Jahr selbst Epo-Doping in der Zeit seines Toursieges 1996 eingeräumt hatte.

Deckname "Codes Holding"

"Wir sind gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, dass Frank vorerst keine Rennen fährt", so Riis weiter.

In der vergangenen Woche hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass Schleck im März 2006 insgesamt 6991 Euro auf das Fuentes-Konto unter dem Decknamen "Codes Holding" bei der Genfer Filiale der HSBC-Bank überwiesen hätte.

Angeblich nur "Trainings-Beratung"

Entsprechende Dokumente hatte das Bundeskriminalamt nach Luxemburg weitergeleitet. Am Mittwoch war der diesjährige Tour-Sechste, der bei der Frankreich-Rundfahrt drei Tage das Gelbe Trikot des Spitzenreiters getragen hatte, von der luxemburgischen Anti-Doping-Agentur ALAD dazu verhört worden.

Schleck behauptet weiter, Fuentes nie selbst getroffen zu haben. Die Zahlungen, die in zeitlicher Nähe zur Doping-Affäre "Operacion Puerto" (Mai 2006) stehen, seien lediglich für eine "Trainings-Beratung" gewesen.

Bereit für DNA-Probe

Den Kontakt habe er auf Anraten seines engsten Familien- und Berater-Kreises im Sommer 2006 abgebrochen.

Zugleich erklärte sich der ältere der beiden zuletzt sehr erfolgreichen Schleck-Brüder bereit, eine DNA-Probe abzugeben. Diese könnte mit dem in der "Operacion Puerto" beschlagnahmten Blut verglichen werden.

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