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Danilo Hondo wurde 2005 Zweiter beim Klassiker Mailand-San Remo © imago

Dem Lampre-Profi gelingt auf Sardinien mehr zufällig sein erster Saisonerfolg. Die UCI fordert von verdächtigen Profis Auskunft.

München - Radprofi Danilo Hondo hat bei der Sardinien-Rundfahrt seinen ersten Saisonsieg gefeiert.

Der 36-Jährige holte sich auf der vierten Etappe nach 181,5 km von Carbonia nach Iglesias im Schlusssprint den Sieg vor den beiden Italienern Giovanni Visconti und Sacha Modolo.

Hondo war eigentlich als Anfahrer von Kapitän Alessandro Petacchi im Einsatz. Der Italiener stürzte aber im Finale, sodass Hondo einspringen musste.

Vor der abschließenden Etappe liegt der Tscheche Roman Kreuziger in der Gesamtwertung mit vier Sekunden Vorsprung vor dem Amerikaner Chris Horner in Führung. Die Rundfahrt endet am Samstag in Cagliari. (DATENCENTER: Radsport-Ergebnisse auf einen Blick)

Abnormale Blutwerte

Unterdessen stehen der skandalträchtigen Sportart womöglich neue Dopingfälle ins Haus.

Bei einer kleinen Anzahl an Fahrern habe der Radsport-Weltverband (UCI) durch den Biologischen Pass abnormale Blutwerte festgestellt, sagte UCI-Präsident Pat McQuaid der Nachrichtenagentur "Bloomberg". Die verdächtigen Fahrer wurden aufgefordert, in den nächsten 30 Tagen eine Erklärung für die Werte abzugeben.

"Wir sehen keinen anderen Grund als mögliches Doping", sagte McQuaid, der von einer "Handvoll Fahrern" sprach. Die Athleten hätten nun die Möglichkeit, die Werte durch eine physiologische Ursache zu begründen. Erst danach könne die UCI ein Dopingverfahren einleiten, ergänzte die UCI-Anti-Doping-Beauftragte Anne Gripper.

Die UCI hatte im vergangenen Jahr erstmals auf Grundlage des Blutpasses Verfahren gegen fünf Fahrer eingeleitet. Dabei handelte es sich um den Ex-Weltmeister und früheren Milram-Profi Igor Astarloa sowie Ruben Lobato, Ricardo Serrano (alle Spanien), den früheren Gerolsteiner-Profi Francesco De Bonis und Pietro Caucchioli (beide Italien).

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