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Lance Armstrong kehrte nach einer Hodenkrebs-Diagnose und Chemotherapie 1998 zurück © getty

Der Chef der Italien-Rundfahrt sieht keinen Grund, über herkömmliche Urintests hinauszugehen, und lädt Lance Armstrong ein.

Von Michael Spandern

Der Giro d?Italia weitet seine Bemühungen im Anti-Doping-Kampf nicht aus. Im Gegensatz zur Tour de France werde es keine Nachuntersuchungen auf das EPO-Präparat CERA geben.

Das teilte Angelo Zomegnan, Direktor der Italien-Rundfahrt, der italienischen Nachrichtenagentur "Apcom" mit. "Der Giro hat die nötigen Kontrollen bereits vorgenommen", begründete er seine Entscheidung.

Sowohl die Labors als auch der Weltverband UCI hätten bei den Test bei der diesjährigen Rundfahrt "nichts Verdächtiges festgestellt".

Bluttests führen zu positiven Proben

So auch bei Riccardo Ricco, der zwei Etappen gewann und hinter dem Astana-Fahrer Alberto Contador Zweiter der Gesamtwertung wurde.

Ricco fuhr auch bei der Tour de France spektakulär und erfolgreich, wurde aber zweimal positiv auf CERA getestet. Die neu entwickelten Bluttests führten in dieser Woche nachträglich auch zu den positiven A-Proben von Stefan Schumacher und Leonardo Piepoli.

Beim Giro aber bleiben die Organisatoren allem Anschein nach bei den herkömmlichen Urinuntersuchungen.

Armstrong herzlich willkommen

Zudem empfängt Zomegnan den umstrittenen siebenfachen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong mit offenen Armen.

"Wir haben ihn eingeladen", sagte er der "Gazzetta dello Sport" und hofft auf eine Teilnahme des Texaners bei der dreiwöchigen Rundfahrt, die im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert.

Armstrong hatte drei Jahre nach seinem Rücktritt jüngst sein Comeback angekündigt. Dabei will der Amerikaner bei der Tour Down Under (20. bis 25. Januar), für die er von der UCI eine Sondergenehmigung erhielt, erstmals starten.

Anfang des Monats hatte der 37-Jährige erklärt, zur Vorbereitung auf die Tour-de-France gerne auch den Giro fahren zu wollen.

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