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Andre Greipel gewann die Tour Down Under in den Jahren 2008 und 2010 © getty

Vorm Frankfurt-Klassiker plagt sich der Titelverteidiger mit Verletzungen, zudem ist Milrams Zukunft unklar. Greipel hadert.

Frankfurt/Main - Siegen für die Zukunft:

Fabian Wegmann kämpft beim deutschen Frühjahrs-Radklassiker Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt nicht nur um die erfolgreiche Titelverteidigung, sondern mit dem Team Milram auch um einen neuen Sponsor.

Für Andre Greipel vom Columbia-Rennstall geht es beim 202 km langen Nachfolgerennen von Rund um den Henninger Turm am Tag der Arbeit auch um die Bewerbung für einen neuen Arbeitgeber sowie einen Startplatz für die Tour de France.

"Das ist mein Lieblingsrennen. Die Titelverteidigung wäre ein Traum", sagt Wegmann vor dem Start der 49. Auflage am Samstag.

Wegmann verletzt

Der 29-Jährige aus Freiburg ist allerdings schwer gebeutelt. Einem Schlüsselbeinbruch im März folgte ein Sturz beim Fleche Wallone.

"Ich habe einen Bluterguss am linken Daumen und Probleme, den Lenker zu halten", sagt Wegmann, der auf einen erfolgreichen Ausreißversuch wie im vergangenen Jahr hofft.

"Einen Greipel darf ich nicht mit auf die Schlussrunde nehmen", sagt er. (DATENCENTER: Alle Termine und Ergebnisse)

Druck bei Milram

Der Druck ist groß. Denn für das Team Milram, das in der Mainmetropole auch auf Linus Gerdemann setzt, geht es um die Existenz.

Sponsor Nordmilch hat beim einzig verbleibenden deutschen ProTour-Rennstall das Ende seines Engagements angekündigt.

Der niederländische Teammanager Gerry van Gerwen sucht händeringend nach einem neuen Geldgeber, der während der Tour präsentiert werden soll.

Greipel sucht neues Team

Top-Sprinter Greipel will dagegen weiter Werbung in eigener Sache machen.

"Im nächsten Jahr werde ich in einem Team fahren, wo ich meine eigenen Ambitionen wahrnehmen kann", hatte der 27-Jährige zuletzt verkündet.

Greipel ist es leid, trotz elf Saisonsiegen beim T-Mobile-Nachfolger nur zweite Wahl hinter dem Briten Mark Cavendish zu sein, wenn es um einen Startplatz bei der Tour geht.

Im Endspurt alle Freiheiten

Beim Endspurt in der Mainmetropole vor der Alten Oper wird Greipel (Hürth) aber alle Freiheiten haben.

Als "zweite Waffe" setzt HTC-Columbia bei Ausreißversuchen auf die deutsche Tour-Hoffnung Tony Martin (Cottbus), der allerdings in diesem Jahr noch nicht richtig in Tritt gekommen ist.

Die schärfsten Widersacher für die deutschen Profis dürften aus dem russischen Team Katjuscha kommen.

Der in der Weltrangliste auf Platz zwei geführte Rennstall reist mit dem australischen Sprinter Robbie McEwen, Sergei Iwanow (Russland) und Filippo Pozzato (Italien) gleich mit drei Etappensiegern der Tour de France an.

Feldbergkuppe nicht im Programm

Insgesamt gehen 144 Fahrer aus 18 Teams an den Start des 202 Kilometer langen Rennens mit den berüchtigten Schleifen durch den Taunus.

Dabei steht die Feldbergkuppe in diesem Jahr nicht auf dem Programm, weil die Straße rund um den höchsten Taunusgipfel gesperrt ist.

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