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Fabian Wegmann gewann bereits 2009 den Frankfurter Klassiker © imago

Radprofi Fabian Wegmann wiederholt seinen Vorjahressieg beim Klassiker in Frankfurt. Sein vom Aus bedrohtes Team atmet auf.

Frankfurt/Main - Altes Bild am neuen Ziel vor der Alten Oper: Fabian Wegmann hat seinen Sieg beim deutschen Radklassiker in Frankfurt erfolgreich wiederholt. (DATENCENTER: Alle Termine und Ergebnisse)

Der Freiburger vom Team Milram triumphierte bei Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt nach 202,7 Kilometern im Schlussspurt. Wegmann ist erst der dritte Profi nach Phil Anderson und Ludo Peeters, der in der Mainmetropole zweimal in Folge gewinnen konnte.

"Das ist fantastisch - und das bei meinem Lieblingsrennen. Ich habe gepokert und lange mit der Attacke gewartet. Am Ende war mir schwarz vor Augen und ich habe nur noch durchgezogen", sagte Wegmann nach seinem Coup. Im Sprint einer größeren Gruppe verwies der 29-Jährige die Belgier Geert Verheyen und Bert Scheirlincks auf die Plätze zwei und drei.

Gelungenes Comeback

Für Wegmann war es das gelungene Comeback in einer Saison, die bislang unter keinem guten Stern gestanden hatte.

Einem Schlüsselbeinbruch im März folgte ein Sturz beim Fleche Wallone. "Ich hatte dieses Jahr so viel Pech, das war eine Unglückssaison. Aber das ist jetzt abgehakt", sagte Wegmann, der nun mit frischem Rückenwind "einen Etappensieg beim Giro d'Italia" anpeilt.

Erleichterung beim Teamchef

Erleichterung herrschte auch bei Milram-Teamchef Christian Henn. "Riesenkompliment an Fabian und die gesamte Mannschaft. Dieser Sieg bei diesem Traditionsrennen ist in unserer Situation ganz wichtig", sagte Henn.

Mit dem Erfolg hat das einzig verbliebene deutsche Pro-Tour-Team Werbung in eigener Sache gemacht. Sponsor Nordmilch hat das Ende seines Engagements angekündigt. Der Rennstall sucht händeringend nach einem neuen Geldgeber, der während der Tour de France präsentiert werden soll.

Schwarzer Tag für Columbia

Während Wegmann bei der 49. Auflage in der Mainmetropole jubelte, erlebte T-Mobile-Nachfolger HTC-Columbia auf den Schleifen durch den Taunus einen schwarzen Tag der Arbeit. Der in Eschborn aufgewachsene Tony Martin hatte nach einem leichten Sturz in der Anfangsphase des Rennens ebenso nichts mit dem Ausgang zu tun wie Top-Sprinter Andre Greipel.

Ein positives Fazit im zweiten Jahr nach dem Umzug vom Henninger Turm zog Rennorganisator Bernd Moos-Achenbach: "Dieser Kurs mit dem Ziel vor der Alten Oper ist ideal. Wir wollen diese Strecke auch in Zukunft beibehalten."

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