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Lance Armstrong feiert im Januar bei der Tour Down Under sein Comeback © getty

Der "Kannibale" stellt seinen Tour-de-France-Start in Frage: Gegenwind von drei Seiten "könnten meine Mission stören".

Mailand - Der siebenmalige Tour-Sieger Lance Armstrong will wohl doch nicht bei der Frankreich-Rundfahrt 2009 starten.

"Es gibt die Möglichkeit, dass der Giro meine einzige dreiwöchige Rundfahrt sein wird. Momentan habe ich Zweifel wegen der Tour", sagte der US-Radprofi dem Internetdienst der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

Als Grund nannte der 37-jährige Texaner, der im kommenden Jahr nach dreijähriger Abstinenz ein Comeback plant, befürchtete Querelen in Frankreich. "Jeder kennt die Wichtigkeit des Rennens", meinte Armstrong, "aber die Probleme, die ich mit Organisatoren, Journalisten und Fans habe, könnten meine Mission stören, die Aufmerksamkeit der Welt auf den Kampf gegen Krebs zu lenken."

An Armstrongs Vergangenheit nicht interessiert

Der früher unter Hodenkrebs leidende Armstrong hatte am Montag verkündet, im kommenden Mai erstmals den Giro d'Italia zu fahren.

Der Veranstalter hatte ihn zum 100-jährigen Bestehen der Italien-Rundfahrt eingeladen. Zuvor hatte Armstrong bereits vollmundig den Start bei der Tour de France angekündigt.

Zweifelhaft blieb dabei die Haltung des Giro-Organisators im Anti-Doping-Kampf. Dieser hatte angekündigt, an der Aufarbeitung von Armstrongs Vergangenheit nicht interessiert zu sein. Auch von nachträglichen Analysen der in diesem Jahr genommenen Proben auf den Epo-Nachfolger Cera wollte man in Italien nichts wissen.

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