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Alexander Winokurow startete seine Profikarriere beim Team Casino © imago

Alexander Winokurow bleibt beim Giro d'Italia der Führende der Gesamtwertung. Chris Anker Sörensen siegt auf der achten Etappe.

Monte Terminillo - Alexander Winokurow hat seine Gesamtführung bei der ersten Bergankunft des 93. Giro d'Italia erfolgreich verteidigt.

Der Astana-Kapitän aus Kasachstan erreichte auf der achten Etappe als Achter das Ziel auf dem Monte Terminillo.

Tags zuvor hatte Winokurow mit einem dritten Platz das Rosa Trikot vom Italiener Vincenzo Nibali zurückerobert, das er bereits nach der 3. Etappe für einen Tag getragen hatte.(Alle Radsport-News)

Auf dem 189 km langen Teilstück von Chianciano Terme auf den 1668 m hohen Monte Terminillo blieb der offene Schlagabtausch der Favoriten aus und so sicherte sich der Däne Chris Anker Sörensen (Saxo Bank) als Solist den Tagessieg.

Stortoni geschlagen

Zweiter wurde Simone Stortoni (Italien/Colnago) vor Xavier Tondo (Spanien/Cervelo). 24 Stunden zuvor hatte Weltmeister Cadel Evans (Australien/BMC) in Montalcino gewonnen.

In der Gesamtwertung liegt der von 2007 bis 2009 wegen Blutdopings gesperrte Winokurow 1:12 Minuten vor Top-Favorit Evans. Milram-Prodi Linus Gerdemann (Münster) erwischte einen schwachen Tag und fiel in der Gesamtwertung zurück.

Schlammschlacht pro Winokurow

Winokurow hatte einige seiner ärgsten Konkurrenten um den Rundfahrt-Sieg bereits am Samstag in einer wahren Schlammschlacht abgehängt.

Auf der 220 km langen Etappe von Carrara in die Weinstadt Montalcino, die im Finale über die vom Dauerregen durchgeweichten Schotterpisten des Eintagesrennens Eroica führte, wurde der 36-Jährige hinter Evans und Damiano Cunego (Italien/Lampre) Dritter.

Nibali patzt

Nibali (Liquigas), bis dahin noch Spitzenreiter, war in einer Abfahrt gestürzt und hatte den Anschluss an die Spitze des Rennens verpasst. Sein Teamkollege Ivan Basso sowie der frühere Tour-Sieger Carlos Sastre (Spanien/Cervelo) kamen ebenfalls mit mehreren Minuten Rückstand ins Ziel.

Aus für Wegmann

Milram-Radprofi Fabian Wegmann ist hingegen vorzeitig vom Rad gestiegen. Der Münsteraner, der am Maifeiertag wie im Vorjahr den Frankfurter Radklassiker gewonnen hatte, musste aufgrund von starken Rückenschmerzen die Italien-Rundfahrt beenden.

Beim zweimaligen deutschen Meister brach beim Mannschaftszeitfahren am Mittwoch eine Verletzung wieder auf, die ihn in der vergangenen Saison und im letzten Winter lange Zeit vor Probleme stellte.

Schnell zum Doc

"Für uns ist das sehr bitter. Fabian ist immer für einen Etappensieg gut", sagte Christian Henn, der das Team zusammen mit dem Italiener Vittorio Algeri als Sportlicher Leiter anführt.

Gerade für den Giro d'Italia hatte er sich viel vorgenommen. Nach seinem Sieg in Frankfurt war er hochmotiviert und zuversichtlich. Er fliegt schnellstmöglich nach Freiburg, um sich erst einmal in Ruhe untersuchen zu lassen."

Erholungsetappe wartet

Am Montag dürfen die Fahrer auf etwas Erholung hoffen. Die 187 km von Frosinone nach Cava de'Tirreni entlang der Amalfiküste verlaufen überwiegend flach, Columbia-Sprinter Andre Greipel (Hürth) kann sich berechtigte Hoffnungen auf den angepeilten Etappensieg machen.

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