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Anfang 2007 trat Jan Ullrich vom Profi-Radsport zurück © getty

Einige Sport1-User reagieren euphorisch auf Comeback-Gerüchte um Jan Ullrich, andere lehnen eine Rückkehr kategorisch ab.

Zusammengestellt von Andreas Kloo

München - Wenn es denn stimmt, wäre es die Radsport-Sensation des Jahres: ein Comeback von Jan Ullrich bekommt nach Aussagen von Ullrich-Freund Michael Stehle immer realistischere Züge.

Von Ullrich selbst gibt es zu den Gerüchten noch kein aktuelles Statement. "Er selbst will sich noch nicht vollkommen festlegen, weil er nicht weiß, wie die Öffentlichkeit reagiert", erklärt Stehle die Zurückhaltung des einstigen deutschen Radsport-Helden.

Wie aber ein Blick in die Kommentare der Sport1-User zeigt, sehnt ein Teil der Öffentlichkeit Ullrichs Rückkehr auf das Rad regelrecht herbei.

"Das wäre der absolute Hammer"

"Wie geil wäre das??? Unglaublich, Ulle könnte zum König der Tour werden. 12 Jahre nach seinem Triumph noch einmal die Tour gewinnen und gleichzeitig Lance schlagen. Weltklasse!", jubelt beispielsweise "sperrschneider".

"MaxStern" feuert sein Idol bereits an, als säße Ullrich schon wieder im Sattel: "Zeig, dass Du es auch ohne Doping kannst. Zeig es all den Bedenkenträgern und Besserwissern. Zeig, dass Du ein Kämpferherz besitzt und der Beste deutsche Radfahrer bist. "

"Al Buszies" würde der Radsport durch eine Ullrich-Rückkehr wieder als Zuschauer zurückgewinnen: "Das wäre der absolute Hammer - Jan soll Lance endlich in den H... treten! Ich würde dann auch wieder Radrenner im TV verfolgen. "(Al Buszies)

"Radsport schaufelt sich sein eigenes Grab"

Für "Steffen" würde ein Ullrich-Comeback sogar die Rettung des Radsports bedeuten: "Auf so etwas wartet der Radsport: Ulle, Armstrong und Wino - das brauchen wir und man sollte vielleicht auch bestimmte Mittel einfach legalisieren, weil man der Sache so oder so nicht Herr wird.

"Fabian" dagegen denkt, dass genau das Gegenteil der Fall wäre: "Klasse, alle kommen sie wieder aus ihren Löchern, weil so langsam aber sicher klar wird, dass sie keine Einzelfälle waren. Der Profi-Radsport schaufelt sich nur weiter sein Grab, wenn er die Armstrongs, Bassos und Ullrichs wieder mitmischen lässt."

Medienboykott gefordert

Auch für "Udo" ist die derzeitige Comeback-Welle der falsche Weg: "So sehr es sportlich interessant wäre, Armstrong, Basso, Winokurow und vor allem Ulle wieder gegeneinander fahren zu sehen, wäre es doch ein Schritt in die falsche Richtung. Alle Dopinghelden wieder im Sattel, was wäre das denn für ein Zeichen an die Jugend. Das wäre die Kapitulation vor der Dopingflut und ein letzter Versuch den Radsport über Einschaltquoten und Geld zu retten."

"Micha" ist strikt dagegen, "dass solche Leute überhaupt wieder an den Start gehen dürfen. Egal ob Basso oder Winokurow. Ich hoffe nur, dass, sollte Ulrich ein Comeback starten, wenigstens die deutsche Medienlandschaft Ulle und Co boykottiert und sei es nur ein reiner Interviewboykott. Ich will von diesen Lügnern und Betrügern nichts mehr hören. Und eigentlich auch nichts mehr sehen."

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