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Andre Greipel verlässt wohl Columbia - da Cavendish der Platzhirsch im Team ist © getty

Der deutsche Sprinter nutzt seine letzte Chance auf einen Etappensieg beim Giro. Die Ausreißer werden kurz vor dem Ziel gestellt.

Brescia - Letzte Chance genutzt: Der deutsche Topsprinter Andre Greipel hat beim 93. Giro d'Italia auf der letzten Flachetappe doch noch seinen lang ersehnten ersten Etappensieg geholt.

Der Columbia-Profi ließ auf dem 18. Teilstück über 140 km von Levico Terme nach Brescia der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance und fuhr seinen zwölften Saisonsieg ein. Greipel siegte vor dem Neuseeländer Julian Dean und dem Italiener Tiziano Dall'Antonia. Fünfter wurde Danilo Hondo (Cottbus). (Alle Radsport-News)

Damit konnte der gebürtige Rostocker doch noch ein wenig Eigenwerbung im Hinblick auf ein mögliches Tour-Ticket betreiben.

"Wieder der alte Andre Greipel"

Vor allem in der ersten Woche hatte Greipel, der sich mit seinem britischen Teamkollegen Mark Cavendish einen erbitterten Zweikampf liefert, mehre Chancen auf seinen zweiten Giro-Etappensieg nach 2008 liegen gelassen.

In der Geschichte der Italien-Rundfahrt war es zugleich der 21. deutsche Tageserfolg. Für den letzten deutschen Tagessieg hatte am 29. Mai 2008 Jens Voigt gesorgt.

"Das war wieder der alte Andre Greipel, der mit seiner ganzen Power und Kraft so einen Sprint durchziehen kann. Das war fantastisch, eine perfekte Teamleistung", sagte Jan Schaffrath als Sportlicher Leiter des Columbia-Teams.

Rosa bleibt bei Arroyo

"Wir haben zwei Etappen gewonnen. Damit können wir zufrieden sein, nachdem es am Anfang auch krankheitsbedingt nicht so gelaufen ist", ergänzte Schaffrath.

Im Hinblick auf die viel diskutierte Tour-Nominierung hielt sich Schaffrath bedeckt: "Die Tür ist für alle noch offen. Wir werden noch einige Wochen abwarten, bis die Entscheidung fällt."

In der Gesamtwertung gab es auf der 18. Etappe keine Änderungen. Vor den entscheidenden Bergetappen liegt der Spanier David Arroyo als Träger des Rosa Trikot weiter 2:27 Minuten vor dem Italiener Ivan Basso, dem Gesamtsieger von 2006.

Richie Porte (Australien) ist Dritter des Gesamtklassements mit einem Rückstand von 2:44 Minuten.

Flucht endet knapp zwei Kilometer vor dem Ziel

Auf der Fahrt durch die Lombardei hatten die Sprinterteams wieder ganze Arbeit geleistet. 1,9 Kilometer vor dem Ziel wurde der Ausreißversuch der beiden "Flüchtlinge" Alan Marangoni (Italien) Olivier Kaisen (Belgien) vereitelt. Das Duo war nach 20 km ausgerissen.

Am Freitag sind wieder die Bergspezialisten am Zug. Auf der 19. Etappe über 195 km von Brescia nach Aprica sind zwei Berge der ersten und einer der zweiten Kategorie zu meistern. Zum Schluss wartet dann noch der 14 km lange Schlussanstieg auf das Peloton.

Danach folgen am Wochenende noch eine weitere schwere Bergetappe und ein Einzelzeitfahren in Verona.

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