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Marcus Burghardt (r.) fährt seit 2010 für das BMC-Racing-Team © getty

Der Deutsche setzt sich als Ausreißer gegen Martijn Maaskan aus den Niederlanden durch. Tony Martin bleibt im Gelben Trikot.

Frutigen - Die deutschen Fahrer sorgen bei der Tour de Suisse weiter für Schlagzeilen. Mit dem Etappensieg für Marcus Burghardt endete am Tag nach dem Massensturz (250046Bilder) von Wettingen die fünfte Etappe.

Auf dem 172,5 Kilometer langen Teilstück von Wettingen nach Frutigen triumphierte der BMC-Fahrer aus Zschopau im Spurt vor dem Niederländer Martijn Maaskan (Alle Radsport-News).

Die deutsche Hoffnung Tony Martin vom Columbia-Team verteidigte das Gelbe Trikot des Spitzenreiters mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Schweizer Lokalmatador und Weltmeister Fabian Cancellara.

Burghardt reißt aus

Zehn Kilometer nach dem Start war Burghardt zusammen mit Maaskan, dem Italiener Daniel Oss, dessen Landsmann Angelo Furlan und Javier Aramendia (Spanien) ausgerissen. Wenige Kilometer vor dem Ziel fiel erst Forlan, später Aramendia zurück.

Unmittelbar vor dem letzten Kilometer gelang Burghardt, 2008 Etappensieger bei der Tour de France, die siegbringende Attacke. Auf Platz acht landete Johann Fröhlinger vom Tim Milram, 13. wurde Andreas Klöden.

Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong wurde als 29. wie alle anderen von Rang fünf bis 63 mit 58 Sekunden Rückstand zu Burghardt gezeitet.

Protest gegen Cavendish

Nach einem Protest gegen Radsport-Rüpel Mark Cavendish war die Etappe mit einer symbolischen Verspätung von zwei Minuten gestartet worden.

Fahrer der Teams Cervelo, Caisse d'Epargne und AG2R blockierten in Wettingen die Abfahrt des Pelotons und demonstrierten damit gegen den vermeintlichen Verursacher des Massensturzes vom Vortag.

"Mehr Respekt zeigen"

"Das ist unsere Nachricht an Cavendish, mehr Respekt zu zeigen", sagte AG2R-Sportdirektor Gilles Mas. Nach dem heftigen Sturz kurz vor dem Zielstrich der vierten Etappe konnten die drei Fahrer Heinrich Haussler (Cervelo/Fleischwunde), Arnaud Coyot (Caisse d'Epargne/Unterarmbruch) und Lloyd Mondory (AG2R) das Rennen nicht mehr fortsetzen.

Cavendish wurde von der Rennjury als Schuldiger mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden belegt. Er selbst startete trotz Blutergüssen und Schürfwunden: "Ich will nicht sagen, dass ich keine Schuld habe, aber ich trage nicht die alleinige Verantwortung", erklärte er.

Am Donnerstag steht die Königsetappe über 213,3 Kilometer an. Sie führt von Meiringen über die Pässe Susten, Oberalp und Albula nach La Punkt im Engadin.

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