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Sebastian Lang wurde 2006 Deutscher Meister im Zeitfahren © imago

Lotto-Fahrer Sebastian Lang sagt bei SPORT1, dass Lance Armstrong früh die Weichen auf den achten Tour-Sieg stellt.

Von Hardy Heuer

München - Neues Team, altes Saison-Highlight: Sebastian Lang nimmt in Rotterdam seine sechste Tour de France in Angriff (Sa., ab 16 Uhr im LIVE-TICKER).

Diesmal wird der SPORT1-Experte für das Omega-Pharma-Lotto-Team an den Start gehen (Alle Radsport-News).

Seinen persönlichen Erfolg stellt er dabei aber hinten an ? das Team steht für den 29-Jährigen an erster Stelle.

Bei SPORT1 blickt der Erfurter auf die 97. Tour de France voraus und nennt seine Titelanwärter, mögliche Überraschungen. Vor allem zwei deutschen Profis traut er viel zu. Im Kampf um Grün hat Lang den Columbia-Sprinter Mark Cavendish nicht auf der Rechnung.

SPORT1: Herr Lang, viele halten Titelverteidiger Alberto Contador für unschlagbar. Wer ist Ihr Top-Favorit auf den Tour-Sieg?

Sebastian Lang: Ich tippe für den Gesamtsieg auf Lance Armstrong! Er wird bereits auf der vierten Etappe beweisen, wie stark er und sein Team sind. Er hat sich mit seinem RadioShack-Rennstall super auf diesen speziellen Tag vorbereitet, und andere Favoriten werden auf den Kopfsteinpflaster-Passagen die Tour im Vorfeld verlieren.

SPORT1: Und wen haben Sie im Kampf ums Grüne Trikot auf der Rechnung?

Lang: Um das Sprinttrikot werden zwei Fahrer kämpfen, Tyler Farrar und Thor Hushovd. Am Ende denke ich, dass Thor die Nase vorn hat. Er ist der größte Kämpfer, den ich unter den Sprintern kenne. Und er wird auch auf schweren Etappen Punkte holen.

SPORT1: Wer darf sich am Ende der Tour das Bergtrikot überziehen?

Lang: Da habe ich ganz ehrlich noch keinen Favoriten.

SPORT1: Wem trauen Sie bei der diesjährigen Tour eine Überraschung zu?

Lang: Aus deutscher Sicht glaube ich da an Tony Martin. Aber international wird es auch dieses Jahr den einen oder anderen Fahrer geben, der bei der Tour de France sich überraschend in Szene setzt.

SPORT1: Was ist konkret von den 15 deutschen Teilnehmern zu erwarten?

Lang: Ich hoffe, dass wir Deutschen uns hier gut schlagen werden. Fahrer wie Christian Knees, Tony Martin und auch die anderen haben bereits in den letzten Rennen gezeigt, dass sie eine gute Form haben. Während der eine eher auf Etappenjagd geht, schaut der andere auf die Gesamtwertung.

SPORT1: Welche Chancen räumen Sie dem Deutschen Meister Christian Knees ein?

Lang: Er hat alle Möglichkeiten und Chancen auf einen Etappensieg.

SPORT1: Und welches Ziel haben Sie sich selber gesetzt?

Lang: Für mich ist erst einmal wichtig, dass ich meinem Team zu hundert Prozent zur Seite stehe. Der Rest muss warten.

SPORT1: Wie sehen Sie die Doping-Problematik in diesem Jahr bei der Tour?

Lang: Genauso wie in allen Sportarten und im realen Leben: Betrüger wird es immer geben. Also warten wir erst einmal ab, bevor wir jetzt hier irgendwelche Wellen schlagen.

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