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Andre Greipel fuhr in dieser Saison bislang 13 Siege ein © getty

Der deutsche Sprintstar wird bei der Tour zum Thema, obwohl er nicht mitfährt. Die ersten Profis müssen aufgeben. Die Tour-Splitter.

München - Andre Greipels Weggang vom Team Columbia wird immer wahrscheinlicher.

Columbia-Teamchef Bob Stapleton wird nicht mit allen Mitteln um den deutschen Sprinter kämpfen, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft.

"Er ist ein großer Star geworden. Er hat sich das Recht verdient, die volle Unterstützung eines Teams zu bekommen. Wenn Andre gehen will, ist das in Ordnung", sagte Stapleton.

Der US-Amerikaner setzt im Sprint auf den Briten Mark Cavendish und hat zudem viele Talente im Kader.

"Kurzfristig ist Andres Weggang ein Verlust für uns, aber auf lange Sicht habe ich damit kein Problem", sagte der milliardenschwere Unternehmer. Stapleton wisse allerdings nicht, ob Greipel bereits einen Vertrag beim belgischen Team Omega Pharma-Lotto unterschrieben habe. (Alle Radsport-News)

Nicht bei der Tour dabei

Greipel wurde von Columbia nicht für die Tour de France nominiert. Derzeit ist der 27-Jährige bei der Österreich-Rundfahrt im Einsatz.

Dort gewann er am Sonntag die Auftaktetappe von Dornbirn nach Bludenz im Sprint.

Belgische Medien hatten spekuliert, dass der Wechsel zu Omega Pharma-Lotto bereits perfekt ist und Greipel seine jetzigen Teamkollegen Marcel Sieberg und Bert Grabsch als Anfahrer mitbringt.

SPORT1 hat weitere Nachrichten rund um die Tour de France zusammengefasst:

Frank und Cardoso erste Aussteiger

Bereits nach dem Prolog gab es die ersten Ausfälle. 256736(Tour 2010: Die Etappenprofile)

Der Schweizer Mathias Frank erlitt bei einem Sturz im Auftaktzeitfahren in Rotterdam auf regennasser Strecke einen Bruch des rechten Daumens. Außerdem trug der Teamkollege von Weltmeister Cadel Evans eine Platzwunde im Gesicht davon.

Der Portugiese Manuel Cardoso (Footon) erlitt einen doppelten Kieferbruch sowie einen Schlüsselbeinbruch.

Damit sind drei Teams nicht mehr vollzählig. Der Cervelo-Rennstall hatte den Spanier Xavier Florencio bereits vor dem Tourstart aus dem Rennen genommen. Der Radprofi hatte eine Salbe benutzt, die ein verbotenes Mittel enthielt. Florencio wurde vorerst suspendiert.

UCI scannt Rennräder

Der Weltverband UCI hat im Kampf gegen "Motor-Doping" bei der Tour 14 Rennräder durch den Scanner geschickt.

Elektronische Hilfsmittel wurden aber nicht gefunden. Unter anderem wurden die Rennmaschinen vom Prologsieger Fabian Cancellara, dem Zweiten Tony Martin, dem siebenmaligen Tourchampion Lance Armstrong und Giro-Sieger Ivan Basso überprüft.

"Der einzige Motor, den ich habe, steckt in meinen Beinen", sagte Cancellara. Ein Internet-Video hatte vor einigen Wochen für Aufregung gesorgt und die überlegenen Siege von Cancellara bei Paris-Roubaix und der Flandern-Rundfahrt in Frage gestellt.

Der italienische Ex-Profi Davide Cassani hatte in dem Video erklärt, wie einfach und kaum sichtbar sich ein derartiger Motor bedienen lässt. Die UCI will während der Tour weiter sporadisch die Räder auf elektronische Hilfsmittel untersuchen.

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