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Alessandro Petacchi (l.) gewann in Brüssel seine fünfte Tour-Etappe © getty

Der italienische Sprinter hält sich auf der 1. Etappe aus allen Scherereien raus und zieht auf der Zielgeraden unwiderstehlich weg.

Brüssel - Alessandro Petacchi hat die erste Etappe der 97. Tour de France nach einem dramtischen Sturzfestival (die 259112Bilder) gewonnen.

Der Italiener setzte sich nach 223,5 km von Rotterdam nach Brüssel im Massensprint vor dem Australier Mark Renshaw und dem Norweger Thor Hushovd durch.

Zuvor war es zu drei heftigen Stürzen gekommen, unter anderem war mal wieder Radsport-Rüpel Mark Cavendish beteiligt.

Der Brite kam selbst zu Fall und konnte im Finale nicht eingreifen und seiner Favoritenrolle so auch nicht gerecht werden. (Alle Radsport-News)

"Sein Sieg gibt uns Moral"

"Wie immer war es auf der ersten Etappe mega-nervös", sagte Petacchis deutscher Teamkollege Danilo Hondo.

Unterwegs begleitete Volksfeststimmung die Fahrer. Hunderttausende Radsport-Fans säumten wie schon am Samstag in Rotterdam die Straßen. "Es ist Wahnsinn, wie in den Ortschaften die Zuschauer auf der Straße stehen. Es war schwer, da durchzukommen", beschrieb Hondo die Stimmung und berichtete über das Etappen-Finish:

"Am Ende hatte ich Alessandro verloren. Aber egal, sein Sieg gibt uns Moral."

Cancellara weiter in Gelb

In der Gesamtwertung liegt der Schweizer Fabian Cancellara - trotz seiner Verwicklung in einen der Massenstürze - weiter mit zehn Sekunden vor dem deutschen Zeitfahrmeister Tony Martin in Führung.

Der Olympiasieger von Peking hatte den 8,9 km langen Prolog in Rotterdam soverän gewonnen und Martins Traum vom ersten Gelben Trikot seiner Karriere zunichte gemacht.

Am Sonntag musste sich Martin wieder in den Dienst der Mannschaft stellen und für Sprintkapitän Cavendish arbeiten. Die Mühe zahlte sich aber nicht aus.

Armstrong vor Contador

Lance Armstrong bleibt 22 Sekunden hinter Cancellara zurück Vierter der Gesamtwertung, liegt aber weiter fünf Sekunden vor dem fünftplatzierten Toursieger Alberto Contador.

Am Montag bietet sich den Sprintern womöglich die nächste Chance auf eine Massenankunft. Auf der 201 km langen Etappe von Brüssel nach Spa geht es zwar über welliges Terrain mit Anstiegen der dritten und vierten Kategorie, doch die letzten 20 Kilometer verlaufen flach. 256736(Tour 2010: Die Etappenprofile)

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