Auf der 3. Etappe von Wanze nach Arenberg rechnet Voigt mit zahlreichen Brüchen. Contador nimmt Nachhilfeunterricht.

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Wanze - Die "Hölle des Nordens" wartet auf der 3. Tour-Etappe auf das Peloton.

Auf den letzten 30 km der 213 km langen Etappe vom belgischen Wanze bis zum Eingang des berühmt-berüchtigten Waldes von Arenberg (Di., ab 14.30 Uhr im LIVE-TICKER) warten gleich vier Kopfsteinpflaster-Passagen auf die Fahrer 256736(Tour 2010: Die Etappenprofile).

Paris-Roubaix-Spezialisten wie der Schweizer Fabian Cancellara dürften auf den insgesamt 13,2 km langen Paves ihre wahre Freude haben.

Leichtgewicht und Tourfavorit Alberto Contador eher weniger. "Fahrer wie Contador werden es richtig schwer haben. Diese Fliegengewichte hüpfen von Stein zu Stein", betont Roger Kluge vom Milram-Team.

Contador nimmt Nachhilfe

Auf dem staubigen Kopfsteinpflaster könnte es sich für den Spanier rächen, dass er vor einigen Monaten auf einen Start bei den Frühjahrsklassikern verzichtet hatte.

Kein Wunder, dass es Contador schon im Frühjahr in die wenig ansprechende Region im Norden Frankreichs mit den schier unendlich vielen Rübenackern verschlagen hatte. Im Schlepptau hatte der Spanier den früheren Klassikerspezialisten van Petegem, der ihm das ABC der Paves erklärte.

Ob Contador aus dem Fehler seines Landsmannes Iban Mayo aus dem Jahr 2004 gelernt hat, wird sich zeigen. Der damalige Mitfavorit Mayo verlor nach einem Sturz fast vier Minuten und musste seine Hoffnungen auf einen Toursieg frühzeitig begraben.

Voigt erwartet zahlreiche Brüche

Geht es nach Jens Voigt, hätte man auf den Abstecher auch verzichten können.

"Die Etappe wird ein Spektakel - aber nur für die, die zu Hause mit dem Bier vor dem Fernseher sitzen. Nach zwei Tagen sind noch alle fit, und wenn alle 200 Fahrer zuerst in den Kopfsteinpflaster-Abschnitt reinfahren wollen, ist klar, was passiert. Ich befürchte, dass wir den einen oder anderen Fahrer mit gebrochenem Schlüsselbein oder Armbruch zurücklassen werden", glaubt der Saxo-Bank-Profi.

Vier Kopfsteinpflaster-Sektoren

Gestartet wird die Etappe im belgischen Städtchen Wanze. Von da aus geht es schnurstracks Richtung Frankreich.

Unterwegs gibt es noch drei Sprintwertungen und eine Bergwertung der vierten Kategorie. Das dürfte aber weitaus weniger eine Herausforderung sein als die vier Paves-Sektoren Sars-et-Rosieres (2400 m), Tilloy-les-Marchiennes (2500), Wandignies-Hamage (3700 m) und d'Haveluy (2300) kurz vor dem Ziel.

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