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Jens Voigt nimmt 2010 zum 13. Mal an der Tour de France teil © imago

Der Saxo-Bank-Profi geht mit den Tour-Organisatoren hart ins Gericht. Die WADA kündigt Untersuchung nach Landis Vorwürfen an.

München - Nach den vielen Stürzen während der dritten Etappe der Tour de France ist Saxo-Bank-Profi Jens Voigt der Kragen geplatzt.

Der 38-jährige Berliner ging nach der Kopfsteinpflaster-Etappe, bei der unter anderem sein Teamkollege Fränk Schleck schwer gestürzt war, auf die Tour-Organisation los.

"Ich bin zornig, weil die Veranstalter diese gefährlichen Passagen nicht rausnahmen, obwohl wir sie wochenlang bedrängt haben", schimpfte er.

"Früher hat einer den Veranstaltern zugerufen: 'Ihr seid Mörder'", zürnte Voigt weiter: "Das möchte ich ihnen auch heute zurufen. Das war eine leichtfertige, sinnlose Gefährdung unserer Gesundheit."

Schleck war auf der dritten Kopfsteinpflaster-Passage Sars-et-Rosieres gestürzt 259753(Bilder) und hatte sich dabei mehrfach das Schlüsselbein gebrochen 256736(Tour 2010: Die Etappenprofile).

SPORT1 hat weitere Nachrichten rund um die Tour de France zusammengefasst:

Untersuchung nach Landis' Vorwürfen

Die massiven Doping-Anschuldigungen von Floyd Landis haben eine "signifikante Untersuchung" ausgelöst. Das sagte David Howman als Generaldirektor der Welt-Anti-Doping-Agentur.

Die WADA habe dabei den US-Behörden geholfen, Kontakte zu europäischen Organisationen wie Interpol herzustellen. "Die Untersuchungen laufen bereits seit Wochen und ich denke, sie werden auch noch viele Wochen in Anspruch nehmen", sagte Howman.

In den USA hat sich Chefermittler Jeff Novitzky der Sache angenommen. Dabei wurden gegen Lance Armstrong und frühere Verantwortliche des US-Postal-Rennstalls Ermittlungen wegen Betrugs und Verschwörung eingeleitet.

Landis, dem 2006 der Sieg bei der Tour de France wegen abnormaler Testosteron-Werte aberkannt worden war, hatte bei seinem umfangreichen Geständnis über Dopingpraktiken im US-Postal-Team berichtet und dabei auch die Namen mehrerer Fahrer wie Armstrong oder George Hincapie genannt.

Armstrong hatte die Vorwürfe als "komplett falsch" zurückgewiesen und Landis' Glaubwürdigkeit infrage gestellt.

Ex-Ullrich-Helfer Botero beendet Karriere

Der frühere Zeitfahr-Weltmeister Santiago Botero hat seine Karriere beendet.

Der 37-jährige Kolumbianer, der in den Jahren 2003 und 2004 für T-Mobile gefahren war, gewann in seiner Laufbahn drei Etappen der Tour de France und wurde 2002 Weltmeister im Zeitfahren (Alle Radsport-News).

In den letzten Jahren war Botero nur noch für kleinere Teams gefahren, nachdem er 2006 vom Schweizer Phonak-Team wegen seiner Verwicklung in den Skandal um Dopingarzt Eufemiano Fuentes entlassen worden war.

Das Dopingverfahren gegen ihn wurde aus Mangel an Beweisen eingestellt.

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