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der 56-Jährige Rudy Pevenage war jahrelang der persönliche Betreuer von Jan Ullrich © getty

Der Belgier kommt wohl ungeschoren davon. Für Ullrich wird es eng. Bruynell weist Dopingvorwürfe von sich, Contador verlängert.

Gueugnon - Der Radsport-Weltverband UCI wird nicht gegen Rudy Pevenage vorgehen.

Der Belgier hatte am Donnerstag in einem Interview gestanden, Reisen von Jan Ullrich zum spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes organisiert zu haben 256736(Tour 2010: Die Etappenprofile) .

"Er hat seine Anschuldigungen gemacht, aber sie betreffen uns nicht. Deshalb werden wir darauf nicht reagieren", sagte UCI-Sprecher Enrico Carpani.

Für Ullrich interessiert sich die UCI allerdings.

Einspruch liegt vor

Momentan liegt dem Internationalen Sportgerichtshof CAS ein Einspruch des Weltverbandes gegen die Einstellung des Ullrich-Verfahrens durch Swiss Olympic vor.

Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

SPORT1 hat weitere Nachrichten rund um die Tour de France zusammengefasst:

Bruynell dementiert

Im Zuge der Doping-Anschuldigungen von Floyd Landis ist Lance Armstrongs Teamchef Joahn Bruyneel vom belgischen Radsport-Verband KBWB verhört worden.

Bei der mündlichen Anhörung hat der 45-Jährige alle Vorwürfe abgestritten (Alle Radsport-News).

Chefermittler Jaak Fransen will aber weitere Ermittlungen einleiten. Bis die Untersuchung abgeschlossen ist, werde es keine weiteren Statements geben, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes.

Sytemtisches Doping?

Landis hatte bei seinem Doping-Geständnis im Mai dieses Jahres schwere Anschuldigungen gegen Bruyneel, Armstrong und weitere Mitglieder des damaligen US-Postal-Rennstalls erhoben.

Der frühere Radprofi, dem der Toursieg 2006 nach einer positiven Dopingkontrolle aberkannt worden war, hatte von systematischem Doping im Team berichtet.

Contador verlängert

Toursieger Alberto Contador steht kurz vor einer Vertragsverlängerung beim kasachischen Astana-Team. Es seien nur noch ein paar Details zu klären, sagte Contadors älterer Bruder Fran, der die finanziellen Dinge für den Spanier regelt:

"Die Vertragslaufzeit ist noch nicht festgelegt. Sie wird aber bei zwei bis drei Jahren liegen."

Erstmals Sicherheit

Sollte der Deal zustande kommen, hätte Contador erstmals seit Jahren Planungssicherheit.

2006 hatte sein Liberty-Seguros-Rennstall im Zuge des Fuentes-Skandal den Rennbetrieb eingestellt. Daraufhin wechselte Contador zum US-Team Discovery Channel.

Trotz seines ersten Toursieges 2007 machte der Rennstall aber dicht, nachdem kein neuer Geldgeber gefunden worden war. Contador wanderte mit Teamchef Johan Bruyneel zu Astana ab, durfte aber nicht die Tour fahren, da die Kasachen nach den Dopingfällen 2008 von der Tour-Organisation ASO nicht eingeladen wurden.

Auch zum Ende des Jahres 2009 war die Zukunft von Astana und Contador lange ungewiss.

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