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Lance Armstrong war 1993 der jüngste Straßenweltmeister aller Zeiten © getty

Der 38-Jährige weist die Vorwürfe gegen seine Person von sich, ist aber zur Zusammenarbeit bereit. Holczer plant seine Rückkehr.

Gap - Im Zuge der Doping-Ermittlungen gegen Mitglieder des früheren US-Postal-Radrennstalls hat der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong eine finanzielle Beteiligung an dem Team zurückgewiesen.

"Es war nicht meine Firma. Ich hatte keine Anteile und ich habe auch nicht finanziell profitiert. Ich war ein Fahrer des Teams. Ich hatte keine finanziellen Beziehungen", sagte der 38-Jährige am Rande der 97. Tour de France 256736(Tour 2010: Die Etappenprofile) .

Es würden derzeit viele Dinge berichtet, die nicht wahr sind, so Armstrong.

Bereit zur Kooperation

"Die krasseste Behauptung ist diese, dass ich Besitzer des Teams gewesen sei. Das ist absolut unwahr", ergänzte der Texaner.

Gleichzeitig betonte Armstrong, dass er bei einer "glaubwürdigen und fairen Untersuchung" gerne zu einer Zusammenarbeit bereit sei. "Ich werde mich aber nicht an einer Hexenjagd beteiligen", so der 38-Jährige.

SPORT1 hat weitere Nachrichten rund um die Tour de France zusammengefasst:

US-Behörden laden Zeugen vor

Die US-Behörden treiben unterdessen die Ermittlungen gegen Armstrong und dessen früheren Radrennstall US Postal weiter voran.

Nach Informationen der "New York Times" wurden mehrere Zeugen schriftlich vorgeladen, um vor einer Jury auszusagen (Alle Radsport-News).

Chefermittler Jeff Novitzky untersucht Betrugs- und Verschwörungsvorwürfe gegen Mitglieder der früheren Armstrong-Equipe.

Landis' Aussage als Auslöser

Floyd Landis, der mit seinem Geständnis den Fall ins Rollen gebracht hatte, ist nach Informationen der Zeitung nicht unter den Geladenen.

Dafür wurden andere Fahrer kontaktiert, unter ihnen auch Teilnehmer der diesjährigen Tour de France.

Zwei frühere US-Postal-Angestellte sollen vor Novitzky bereits umfassend über Doping bei dem Rennstall ausgesagt haben.

Landis hatte in seinem Geständnis Mitte Mai ausgesagt, dass Armstrong und Teamchef Johan Bruyneel ein Dopingsystem betrieben hätten. Zur Finanzierung seien sogar Rennräder verkauft worden.

Beschuldigte bestreiten Vorwürfe

Armstrong wie auch Bruyneel und weitere Beschuldigte haben die Vorwürfe von Landis bestritten.

Sie stellten wiederholt die Glaubwürdigkeit ihres früheren Teamkollegen infrage. Armstrong wurde bisher nie des Dopings überführt.

Holzer plant Rückkehr

Hans Michael Holczer will wieder am großen Rad drehen. Zwei Jahre nach dem Untergang des Teams Gerolsteiner plant der langjährige Teamchef ein Comeback im Radsport.

"Ich habe zehn Jahre lang eine nicht unbedeutende Rolle im Radsport gespielt. Ich habe ein Stück weit Erfahrung und verfüge über Netzwerke. Wenn die Tür einen Spalt breit offen steht, komme ich mit durch, aber anklopfen werde ich nicht mehr", sagte der 56-Jährige.

Denn um jeden Preis will Holczer nicht zurück . Ein Plan B liegt bereits in der Schublade.

Sollte die Rückkehr nicht gelingen, wird der Mathematik- und Geschichtslehrer wieder ab September an seiner alten Schule unterrichten.

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