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Der 30-jährige Portugiese Segio Paulinho fährt seit 2010 für RadioShack © getty

Der RadioShack-Fahrer beschert seinem Team den ersten Etappensieg. In der Gesamtwertung bleit Andy Schleck weiter vorne.

Gap - Trübsal statt Party: Lance Armstrongs Helfer Sergio Paulinho hat der stolzen Grande Nation den Nationalfeiertag vermiest und die zehnte Etappe der Tour de France gewonnen.

Der Portugiese setzte sich nach 179 km von Chambery nach Gap im Fotofinish vor dem Weißrussen Wassili Kiryjenka durch.

Dritter wurde der Belgier Dries Devenyns vor dem Franzosen Pierre Rolland.

Das Hauptfeld mit Spitzenreiter Andy Schleck erreichte mit über 14 Minuten Rückstand im Bummeltempo das Ziel. 263147(DIASHOW: Die 10. Etappe).

Keine deutschen Fahrer vorne

Deutsche Fahrer konnten sich nicht in Szene setzen. Sowohl Milram-Kapitän Linus Gerdemann als auch Tony Martin vom Columbia-Rennstall hatten vergeblich versucht, eine Ausreißergruppe zu erwischen.

"Leider habe ich die richtige Gruppe verpasst. Ich habe früh attackiert, aber meine Gruppe ist nicht ins Laufen gekommen", sagte Gerdemann.

Attacke an der letzten Steigung

Dafür durfte Paulinho jubeln. Am letzten Anstieg vor Gap, dessen Abfahrt 2003 durch Lance Armstrongs Cross-Einlage über eine Bergwiese berühmt geworden war, setzte das Spitzenduo die entscheidende Attacke.

Der Franzose Rolland konnte zur Enttäuschung seiner Landsleute nicht mitgehen.

"So ist der Sport. Ich habe alles versucht, aber es hat nicht geklappt", sagte Rolland.

Die Gastgeber warten damit seit 2005 auf einen Sieg an ihrem Tag. Vor fünf Jahren gewann Bergspezialist David Moncoutie in Digne-les-Bains.

Aktive Erholung

Nach den schweren Alpenetappen nutzten die Rundfahrt-Favoriten den Tag zur aktiven Erholung und rollten Seite an Seite über den Zielstrich.

Im Gesamtklassement liegt Andy Schleck weiter 41 Sekunden vor Vorjahressieger Alberto Contador. Dessen spanischer Landsmann Samuel Sanchez ist bei einem Rückstand von 2:45 Minuten Dritter.

Franzosen schließen auf

Nach mehren Versuchen hatte sich eine zunächst vierköpfige Spitzengruppe gebildet - zunächst ohne französische Beteiligung.

Erst nach einigen Kilometern schlossen Maxime Bouet und Rolland auf, um die Sieg-Chancen am Feiertag zu wahren.

Die Fahrer im Hauptfeld ließen das Sextett ziehen und gewährtem ihm einen konstanten Vorsprung von etwa elf Minuten.

Evans beißt auf die Zähne

Weltmeister Cadel Evans biss trotz seines Ellbogenbruchs die Zähne zusammen und setzte die Tour fort.

Am Dienstag hatte der Australier über acht Minuten verloren und musste das Gelbe Trikot nach nur einer Etappe an Andy Schleck abgeben.

Evans fuhr mit bandagiertem Ellbogen mit dem Hauptfeld ins Ziel.

Gute Nachrichten für Milram-Fahrer

Die deutschen Milram-Profis verpassten die Fluchtgruppe ebenfalls, dafür drangen beim Thema Sponsorensuche gute Nachrichten durch.

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll nun ein Radhersteller aus dem Ausland Interesse an einem Engagement signalisiert haben.

Auch ein Unternehmen aus der Finanzbranche sowie ein Hersteller für Nahrungsergänzungsmittel hätten über einen Mittelsmann bei Teamchef Gerry van Gerwen angefragt.

Sprinter am Zug

Am Donnerstag schlägt wieder die Stunde der Sprinter.

Die 184, 5 km lange Etappe von Sisteron nach Bourg-les-Valence (ab 14.30 Uhr im LIVE-TICKER) weist nur einen Anstieg der dritten Kategorie auf.

Da die schnellen Männer nur noch wenige Chancen auf einen Tagessieg haben werden, wird mit einem Massensprint gerechnet.

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