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Mark Renshaw (l.) hatte als Anfahrer großen Anteil an Cavendishs drei Etappensiegen © getty

Der Columbia-Teamchef hat kein Verständnis für den Tour-Ausschluss seines Fahrers Renshaw. McEwen freut sich über Abwechslung.

München - Nach dem Tour-Ausschluss von Anfahrer Mark Renshaw sorgt sich Columbia-Sportdirektor Rolf Aldag um seinen Rad-Star Mark Cavendish.

"Ich habe die Befürchtung, dass Cavendish zum Freiwild wird und eine falsche Entscheidung der nächsten folgt", sagte Aldag.

Der Ausschluss Renshaws nach der elften Etappe der Tour de France ist ein herber Rückschlag in Cavendishs Kampf um das Grüne Trikot des besten Sprinters.

Columbia hatte auf einen Protest verzichtet.

"Können so etwas nicht tolerieren"

Renshaw war nach dem Cavendish-Sieg von der Jury aus dem Rennen genommen worden, weil er Garmin-Sprinter Julian Dean im Finale einen Kopfstoß verpasst hatte 263792(DIASHOW: Die Bilder der 11. Etappe).

Für Aldag war das ein Akt der Selbstverteidigung, denn Dean hatte versucht, ihn in die Gitter zu drängen. "Im vergangenen Jahr wurde Cavendish zurückgesetzt, weil er 30 Zentimeter rübergefahren ist, jetzt fährt Dean 50 Zentimeter rüber und nichts passiert. Wo ist da die Gerechtigkeit", sagte Aldag.

Sowohl die Jury als auch die Tour-Organisation verteidigten den Ausschluss von Renshaw. "Es war eine einfache Entscheidung. Wir können so etwas nicht tolerieren, also haben wir ihn nach Hause geschickt", sagte Jury-Mitglied Pierre Curchod.

SPORT1 hat weitere Nachrichten rund um die Tour de France zusammengefasst:

22 Fahrer nicht mehr dabei

Nachdem Garmin-Fahrer Robert Hunter und Charles Wegelius vom Omega-Pharma-Lotto-Team bereits bei der 11. Etappe nicht mehr angetraten waren und durch Renshaw das Fahrerfeld auf 176 Fahrer geschrumpft war, erwischte es auf der 12. zwei weitere Fahrer.

Cofidis-Fahrer Samuel Dumoulin ging erst gar nicht an den Start, und der angeschlagene Tyler Farrar gab während dem Tagesabschnitt von Bourg-de-Peage nach Mende auf. (Alle Radsport-News).

Farrar hatte sich auf der 2. Etappe das Handgelenk gebrochen.

Omega Pharma macht weiter

Der stark an Sprinter Andre Greipel interessierte Radrennstall Omega Pharma-Lotto kann für die Zukunft planen. Marc Coucke vom Hauptsponsor Omega Pharma sagte der "Gazet van Antwerpen", dass man den Vertrag mit dem Team bis 2012 verlängern werde. Man warte nur noch auf die Zusage des Co-Sponsors Lotto.

Im Kampf um den am Saisonende vertragslosen Top-Sprinter Greipel ist OPL der derzeit aussichtsreichste Kandidat. Coucke hatte am Donnerstag bestätigt, dass die Verhandlungen bereits weit fortgeschritten sind.

Abwechslung für McEwen

Nachdem Robbie McEwen bei den Tagessiegen von Alessandro Petacchi (1. und 4. Etappe) und Mark Cavendish (6. Etappe) bei drei der vier Sprintentscheidungen jeweils den vierten Platz belegt hatte, erreichte der Katusha-Profi auf der 11. Etappe nicht als Vierter das Ziel 256736(Tour 2010: Die Etappenprofile) .

Der Australier, der bei der Tour bereits zwölf Tageserfolge feierte, überquerte diesmal als Fünfter den Zielstrich.

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