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Andy Schleck (l.) trägt das Gelbe Trikot nun seit der neunten Etappe der diesjährigen Tour de France © getty

Der Luxemburger verteidigt Gelb mit stoischer Fahrweise. Die von den Medien angekündigte "Stunde der Wahrheit" bleibt aus.

Ax-3-Domaines - Andy Schleck hat den Großangriff von Alberto Contador abgewehrt und das Gelbe Trikot der 97. Tour de France erfolgreich verteidigt.

Während der Franzose Christophe Riblon die Bergankunft in Ax-3-Domaines als Solist gewann, endete das erste Duell der beiden Top-Favoriten in den Pyrenäen in einer Pattsituation (DATENCENTER: Die 14. Etappe).

Schleck und Contador fuhren ihr eigenes Rennen und belegten die Plätze vier und sieben - die große Klettershow blieb allerdings aus.

Riblon verwies nach 184,5 km von Revel in das Skiressort Aiux-3-Domaines den Russen Denis Mentschow und den Spanier Samuel Sanchez auf die Plätze.

24 Stunden zuvor hatte Contadors Teamkollege Alexander Winokurow drei Jahre nach seiner Doping-Verbannung seinen ersten Etappensieg gefeiert.

Schleck klebt an Contador

Erst vier Kilometer vor dem Ziel zündete Contador ein erstes Feuerwerk, doch Schleck folgte scheinbar mühelos.

Der junge Luxemburger konzentrierte sich ungeachtet der anderen Konkurrenten einzig und allein auf das Hinterrad von Contador.

Den Zehntausenden Fans am Schlussanstieg bot sich das skurrile Bild eines Privatduells zweier Weltklasse-Fahrer 256736(DIASHOW: Die Etappenprofile).

Armstrong verliert weiter

In der Gesamtwertung liegt Schleck weiterhin 31 Sekunden vor Contador. Olympiasieger Sanchez hat den Rückstand etwas verkürzt und liegt 2:31 Minuten hinter Schleck auf Platz drei.

Lance Armstrong verlor nach seiner Schlappe in den Alpen auch im Grenzgebirge zwischen Frankreich und Spanien mehrere Minuten auf den Tagessieger.

"Stunde der Wahrheit"

Sehnsüchtig hatten die französischen Medien dem Auftakt zum Pyrenäen-Drama in vier Akten noch entgegen gefiebert, das am Donnerstag mit der Bergankunft auf dem mysthischen Col du Tourmalet endet.

"Aujourd'hui" schrieb von der "Stunde der Wahrheit im Theater der Legenden", für das Tour-Organ "L'Equipe" war klar: "Die Pyrenäen entscheiden das Duell zwischen Contador und Schleck."

Die Tour feiert in diesem Jahr ihr Pyrenäen-Jubiläum. Vor 100 Jahren hatte der Tross erstmals die Bergregion erklommen.

Milram nicht bei den Ausreißern

Zunächst schlug jedoch die Stunde der Ausreißer. Eine neunköpfige Gruppe suchte ihr Heil in der Flucht, ein Milram-Fahrer war erneut nicht dabei.

Als der Vorsprung mehr als zehn Minuten betrug, übernahm Contadors Astana-Mannschaft bereits 50 km vor Beginn des Anstiegs zum Port de Pailheres - einen Berg der höchsten Kategorie - das Kommando (DATENCENTER: Die Gesamtwertung).

Astana sprengt das Peloton

Unter dem Tempodiktat der Astana-Equipe fiel das Feld bereits am Beginn des Pailheres etwa 40 km vor dem Ziel auseinander, auch Linus Gerdemann und Tony Martin verloren früh den Anschluss. 264134(DIASHOW: Die 13. Etappe)

Auch Fahrer wie Bradley Wiggins, Cadel Evans Andreas Klöden und Armstrong waren ohne Chance.

Nächste Höstschwierigkeit steht bevor

Morgen steht die zweite Pyrenäen-Etappe auf dem Programm.

Auf dem 187,5 km langen Teilstück von Pamiers nach Bagneres-de-Luchon (ab 14.30 Uhr im LIVE-TICKER) erwartet das Peloton wieder ein Berg der höchsten Kategorie.

Der Port de Bales muss 20 km vor dem Zielstrich überquert werden.

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