vergrößernverkleinern
Lance Armstrong wechselte 2010 von Astana zum Team RadioShack © imago

Die verbale Auseinandersetzung der ehemaligen Tour-Sieger geht in die nächste Runde. Beim AG2R-Team hängt der Haussegen schief.

Pau - Die verbale Auseinandersetzung der früheren Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong und Greg LeMond geht in die nächste Runde. (Alle Radsport-News)

Armstrongs indirekter Vorwurf, LeMond habe seinen Tour-Sieg 1989 durch Doping errungen, ließ der Beschuldigte nicht auf sich sitzen.

"Mister Armstrong sollte sich mehr sorgen um die augenblicklichen Ermittlungen der Bundesbehörden, als zu versuchen, mich unter Seinesgleichen einzureihen."

"Es ist absurd, dass er versucht zu unterstellen, dass einer meiner Siege wie seine zustande gekommen ist", sagte LeMond der "Süddeutschen Zeitung". "Ich weiß, wie ich meine Karriere absolviert habe, und Lance weiß, wie er das tat."

Vage Andeutungen von Armstrong

Armstrong hatte mit Blick auf die US-Ermittlungen gegen ihn vage Andeutungen gemacht.

"Wir werden vor den Behörden die Möglichkeit haben, die Wahrheit zu sagen. Und Greg hat auch die Chance, die Wahrheit über 1989 zu sagen."

Der dreimalige Tour-Sieger LeMond hatte zuvor in einem Interview gesagt, Armstrong habe jemandem 300.000 Dollar geboten, der behaupten sollte, das LeMond in seiner Karriere Epo genommen habe.

LeMond kenne den Namen der Person, hielt ihn aber geheim, weil sie immer noch im Peloton arbeite. (DATENCENTER: Die Gesamtwertung)

SPORT1 hat weitere Nachrichten rund um die Tour de France zusammengefasst:

Teamkollegen gehen aufeinander los

Bei der 97. Tour de France fliegen weiter die Fetzen.

Inzwischen gehen sogar schon Teamkollegen aufeinander los. So hängt beim französischen AG2R-Rennstall der Haussegen schief, nachdem der Franzose John Gadret dem besser platzierten Nicolas Roche die Unterstützung versagt hatte.

Der Sohn des früheren Toursiegers Stephen Roche hatte beim Schlussanstieg auf der 15. Etappe einen Defekt und bat daraufhin Gadret um dessen Vorderrad. Der Franzose lehnte ab. 256736(Tour 2010: Die Etappenprofile)

Selbst Teamchef kann nichts ausrichten

"Wenn Gadret tot in seinem Hotelzimmer gefunden wird, dann bin ich der Hauptverdächtige", schrieb Roche in seinem Tour-Blog bei der Zeitung "Irish Independent".

"Ich konnte es einfach nicht glauben. Er hat seinen Kopf geschüttelt und 'Non' gesagt. Ich dachte erst, es sei ein Witz. Aber es war keiner. Nach der Etappe hätte ich im Teambus am liebsten seinen Kopf durch die Scheibe geschlagen."

Sogar Teamchef Vincent Lavenue hatte versucht, mit deutlichen Worten auf Gadret einzuwirken - ohne Erfolg.

Der Franzose stellte einfach seinen Funk ab. Roche verlor dadurch über acht Minuten und rutschte auf den 17. Platz der Gesamtwertung ab.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel