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Tyler Farrar stieg bei der Tour de France wegen eines Handgelenkbruchs aus © getty

Der Amerikaner wiederholt bei den Cyclassics als erster Fahrer seinen Triumph aus dem Vorjahr. Er siegt im Zielsprint.

Hamburg - Premiere in Hamburg: Der US-Amerikaner Tyler Farrar hat als erster Radprofi zum zweiten Mal die Cyclassics gewonnen.

Wie im Vorjahr setzte sich der 26-Jährige vom Team Garmin-Transitions im Sprint gegen die Konkurrenz durch und feierte damit seinen achten Saisonsieg.

Auf Platz drei fuhr der Rostocker Andre Greipel, der seinen ersten Sieg bei einem großen Eintagesrennen nur knapp verpasste.

"Ein Podiumsplatz ist nicht schlecht, aber beim Heimrennen wäre ich natürlich gerne ganz vorne gewesen", sagte der 28-Jährige vom Team HTC-Columbia: `Leider war mir am Ende etwas der Weg versperrt."

In den Top Ten der Nationen

Hinter dem zweitplatzierten Norweger Edvald Boasson Hagen musste sich Greipel nach 216,6 km um eine halbe Radlänge geschlagen geben. Für die bislang einzigen deutschen Siege in der Hansestadt sorgten Jan Ullrich (1997) und Erik Zabel (2001).

Beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) konnte man sich über den dritten Platz des Sprintspezialisten dennoch freuen. Durch die von Greipel eingefahrenben Punkte schob sich der BDR in die Top-10 der aktuellen UCI-Nationenwertung.

Mit neun Fahrern zur WM

Da diese Rangliste maßgeblich für die Startplatz-Vergabe bei der Rad-WM in Australien (29. September bis 3. Oktober) ist, wird Deutschland in Melbourne und Geelong mit neun Teilnehmern statt wie befürchtet nur mit sechs Startern vertreten sein.

"Es ist sehr schön, dass wir wieder das volle Kontingent stellen können. Wir waren auf eine Top-Platzierung angewiesen", sagte BDR-Vizepräsident Udo Sprenger.

Der Verband hatte vorsorglich schon einmal Flüge und Hotelzimmer für neun Fahrer reserviert. "Seit ich in Amt und Würden bin, waren wir immer vollzählig. Toll, dass es wieder geklappt hat", so Sprenger.

Stolz wie Tyler

Farrar jubelte derweil über die Wiederholung seines Vorjahreserfolgs:

"Ich habe mich gut gefühlt und wollte unbedingt noch einen großen Sieg in diesem Jahr. Toll, dass ich der erste Fahrer in 15 Jahren bin, der hier zum zweiten Mal gewinnen kann."

Lang in der Spitzengruppe

Aus deutscher Sicht hatte zunächst der Erfurter Sebastian Lang über weite Strecken des Rennens Hoffnungen auf ein Top-Resultat geweckt. Der 30-Jährige vom Team Omega-Lotto gehörte lange Zeit einer fünfköpfigen Spitzengruppe an, die einen maximalen Vorsprung von 16:30 Minuten hatte.

40 km vor dem Ziel verlor der frühere deutsche Zeitfahr-Meister allerdings den Anschluss und wurde kurz darauf vom jagenden Feld eingeholt.

Einziger deutscher UCI-ProTour-Rennen-Sieger

Greipel bleibt damit auch einziger deutscher Sieger eines UCI-ProTour-Rennens 2010. Der Sieger von mehreren Giro- und Vuelta-Etappen hatte im Januar die Tour Down Under in Australien gewonnen.

Zuletzt hatte er Anfang August mit zwei Etappensiegen bei der Polen-Rundfahrt auf sich aufmerksam gemacht.

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