vergrößernverkleinern
Linus Gerdemann fuhr vor seinem Wechsel 2006 zu Columbia für CSC © getty

Der Weg für Linus Gerdemann zum Milram-Rennstall ist frei. Ein Columbia-Fahrer attackiert die Kronzeugen Jaksche und Sinkewitz.

München - Linus Gerdemann wird in der neuen Saison definitiv für das Team Milram fahren. Nach wochenlangem Tauziehen wurde der bis Ende 2009 gültige Vertrag des 26-Jährigen beim Team Columbia vorzeitig aufgelöst.

Der Sieger der Deutschland-Tour hatte schon vor Monaten seinen Wunsch geäußert, das T-Mobile-Nachfolgeteam verlassen zu wollen.

Allerdings hatte sich Columbia-Teamchef Bob Stapleton lange Zeit gegen einen Wechsel gestellt.

Der Rennstall verpflichtete im Gegenzug den Belgier Maxime Monfort vom französischen Cofidis-Team für zunächst ein Jahr.

Grabsch wird laut

Monfort wird damit auch Teamkollege von Bert Grabsch. Der Zeitfahr-Weltmeister hat unterdessen die Dopingsünder Jörg Jaksche und Patrik Sinkewitz für ihr Verhalten nach ihrem Geständnis kritisiert.

"Bei denen regt mich nur auf, wie sie sich als Kronzeugen aufspielen", sagte der gebürtige Wittenberger der "Märkischen Oderzeitung": "Ich werde als Weltmeister nicht ins Fernsehen eingeladen. Ich habe ja keine Doping-Sensation zu vermelden."

Ungereimtheiten bei Tour-Nachtests?

Der 33 Jahre alte Columbia-Profi stellte zudem einige Ungereimtheiten fest, da bei den Nachtests der Tour de France lediglich Stefan Schumacher und Bernhard Kohl überführt wurden.

"Während einer dreiwöchigen Tour verändern sich die Blutwerte bei jedem Rennfahrer. Vieles kommt mir aber dubios vor", sagte Grabsch. Er hoffe, dass Eigenblutdoping bald nachgewiesen werden könne, so dass man dann alle Betrüger bald los sei.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel