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Sieben Mal gewann Lance Armstrong die Tour de France © getty

Akribisch bereitet sich der Tour-Seriensieger auf sein zweites Comeback vor. Wieder einmal nutzt er auch die Kraft des Windes.

San Diego - Tief nach vorn gebeugt sitzt Lance Armstrong auf dem Rad. Der längliche Helm auf dem Kopf in einer Linie mit dem gekrümmten Oberkörper.

Ellbogen und Hände fixieren diese Haltung, während seine Beine in perfektem Winkel in die Pedale treten und so eine ideale Kraftübertragung ermöglichen.

Dieser Mann ist ein Perfektionist.

Der Tour-Seriensieger hat nicht vor, seine zweite Rückkehr in den Profi-Radsport zu einer Kaffeefahrt mit Werbezweck verkommen zu lassen und sich dadurch sein Sieger-Image kapputt zu machen.

Vielmehr bereitet sich Armstrong akribisch auf die Saison vor und sucht - wie bereits in der Vorbereitung auf die Tour de France 2005 - den Technologie-Vorsprung vor der Konkurrenz durch Arbeit im "San Diego Air and Space Technology Low Speed Wind Tunnel".

Optimale Kombination von Position und Kraft

2005 ist auch der Ausgangspunkt für die diesjährige Arbeit in San Diego, wie Aerodynamik-Guru und Armstrong-Berater Steve Hed erklärt: "Wir nehmen seine Position von damals und versuchen sie weiter zu verbessern."

Dabei versucht das Team, die richtige Mischung aus Ökonomie und gutem Gefühl zu finden. "Für mich ist es immer hart, die Kraft zu finden. Man sucht nacht der optimalen Kombination von Position und Kraft", erläuterte Armstrong der Internet-Seite "www.cyclingnews.com".

Ungewohnte Fitness

Ungewöhnlicher Umstand dabei: Armstrong ist durch die lange Pause fitter als sonst bei Windkanal-Tests, gewann am Wochenende auch schon zwei Zeitfahr-Events in Texas.

"Das ist ganz anders als wenn man in der Mitte der Saison hierher kommt. Ich weiß den Windtunnel jetzt besser zu schätzen", so der 37-Jährige, der deshalb vor der Kalifornien-Rundfahrt im Februar nochmal wiederkommen möchte.

Frühjahrs-Klassiker und Giro d'Italia im Programm

Außerdem gab das US-Radsportidol einen Einblick in seinen Terminkalender für das nächste Jahr.

So sind Starts beim Giro d`Italia, bei allen Frühjahrs-Klassikern außer Paris-Roubaix sowie dem Criterium International, der Flandern- und der Sarthe-Rundfahrt geplant.

Über einen Start bei der Tour de France sagte Armstrong nichts.

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