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Lance Armstrong gewann zwischen 1999 und 2005 sieben Mal in Serie die Tour de France © getty

Der Tour-Rekordsieger wird wieder belastet - er soll auch nach seinem Comeback mit einer zwielichtigen Gestalt verbunden gewesen sein.

Mannum - Der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong sieht sich erneut schweren Doping-Anschuldigungen ausgesetzt.

Wie das amerikanische Sportmagazin "Sports Illustrated" berichtet, soll der Texaner in den späten 90er Jahren das blutsteigernde Medikament HemAssist genommen haben.

Das Mittel, das sich noch in der Entwicklungsphase befand, hatte in Versuchen bei Tieren eine erhöhte Sauerstoff-Transportkapazität bewirkt. 126156(DIASHOW: Spektakuläre Dopingfälle)

Das Blatt beruft sich dabei auf Quellen rund um die Ermittlungen im Zuge des Dopingskandals um das frühere US-Postal-Team. (DATENCENTER: Der Rennkalender 2011)

Popowitsch-Razzia lässt tief blicken

"Ich habe nichts zu sagen", meinte Armstrong am Rande der Tour Down Under, seinem letzten Rennen außerhalb der Vereinigten Staaten, und legte sich angesichts der bohrenden Fragen mit einem Reporter an. Er gab nur an, "auf keine Weise etwas zu befürchten".

Ein Sprecher Armstrongs ordnete den Bericht als "alte Geschichten aus den altbekannten, diskreditierten Quellen" ein.

In dem Artikel, der am Mittwoch in voller Länge auf den Markt kam, werden noch weitere Anschuldigungen gegen Armstrong und Co. erhoben.

In der Razzia bei Armstrongs Teamkollege Jaroslaw Popowitsch im November dieses Jahres sollen Dokumente und E-Mails sichergestellt worden sein, die eine Verbindung von Armstrong zum Dopingarzt Michele Ferrari nachweisen sollen.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Wohl doch Verbindung zu Ferrari nach 2004

Der frühere Ullrich-Rivale hatte stets betont, dass er seit 2004 nicht mehr mit Ferrari zusammenarbeite.

Auch Floyd Lanis erneuerte seine Anschuldigungen gegen Armstrong. Im Jahr 2003 hätten Zollbeamte nach einem Flug nach St. Moritz das Gepäck der US-Postal-Fahrer durchsucht und Spritzen und Dopingmittel gefunden.

Die Beschriftung der Präparate sei auf spanisch gewesen. Den Betreuern sei es aber auf Drängen von Armstrong gelungen, die Beamten davon zu überzeugen, dass es sich um Vitaminpräparate und -spritzen handele.

Auch Landis legt nach

Landis hatte im Mai vergangenen Jahres mit seinem Dopinggeständnis einen großen Skandal ausgelöst, als er schwere Vorwürfe gegen Armstrong und weitere Mitglieder des US-Postal-Teams erhoben hatte.

Insbesondere hatte Landis, dem 2006 wegen Dopings der Toursieg aberkannt worden war, von systematischem Sportbetrug im Team berichtet.

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