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Da war man noch einig: Günther Dahms (l.), Jan Ullrich © imago

Der frühere Coast-Rennstallchef des Ex-Radstars legt juristisch nach. Günther Dahms beklagt "abfällige Äußerungen" von Ullrich.

Von Wolfgang Kleine

Düsseldorf - Der Hickhack zwischen Jan Ullrich und Günther Dahms geht weiter.

Nach dem verlorenen Prozess gegen den Tour-Sieger von 1997 legt der frühere Rennstall-Eigner vom Team Coast juristisch nach.

Dahms hat gegen seinen ehemaligen Topfahrer Ullrich Strafanzeige gestellt.

Anlass sind laut Anwalt Kaspar Marel abfällige Äußerungen von Ullrich gegenüber Dahms nach der Urteilsverkündung vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht.

Dahms-Anwalt Marel stellte die Strafanzeige im Auftrag seines Mandanten wegen eines Vergehens nach dem Paragraphen 186 StGB. Demnach sei die Tat "öffentlich und durch Verbreiten von Schriften begangen worden".

Dahms muss an Ullrich zahlen

Der Hintergrund des neuerlichen Rechtsstreit: Die Richter entschieden, dass Dahms 340.000 Euro plus Zinsen an den 34-jährigen Ullrich zahlen muss.

Nach einem Urteil in 1. Instanz wollte Dahms das Geld (insgesamt 500.000 Euro) nicht zahlen. Er behauptete, dass Ullrich während seiner Zugehörigkeit zum Coast-Team Anfang 2003 gedopt habe.

Doping unter Eid verneint

Das konnte Dahms jedoch nicht nachweisen. Ullrich sagte dann in letzter Instanz unter Eid aus, dass er in dem Zeitraum zwischen dem 1. Januar und 31. März nicht gedopt habe.

In der Zeit bei Coast gewann Ullrich u.a. den Rad-Klassiker "Rund um Köln", was nach der abgebüßten Doping-Sperre für Aufsehen sorgte.

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