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Hans-Michael Holzcer ist seit 1998 Manager von Gerolsteiner © getty

Der Manager des Teams Gerolsteiner sucht nach neuen Geldgebern. So langsam sieht er schwarz für die Zukunft des Rennstalls.

München - Die Hoffnung auf einen neuen Sponsor schwindet beim Team Gerolsteiner von Tag zu Tag. "Es tut sich momentan wenig. Ich bin nicht gerade optimistisch", sagte Teamchef Hans-Michael Holczer.

Der Herrenberger, der momentan bei den Olympischen Spielen als Sportlicher Leiter für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) im Einsatz ist, hat sich bis Ende August eine Deadline gesetzt:

"Dann müssen wir wissen, was los ist. Sonst können wir den Laden dicht machen."

"Das tut unheimlich weh"

Nach der für das Team äußerst erfolgreichen Tour de France mit den zwei Etappensiegen von Stefan Schumacher, dem Bergtrikot und dem dritten Gesamtrang des Österreichers Bernhard Kohl hatte sich Holczer noch optimistisch gezeigt.

"Da gab es eine Geschichte, die sich gut angehört hat. Danach ist gewaltig Sand in die Mühlen geraten. Das tut unheimlich weh."

Den Fahrern ist es freigestellt, sich nach einem neuen Team umzusehen. Für 2009 hätten ohnehin nur noch wenige Fahrer, wie etwa Schumacher, einen Vertrag bei Gerolsteiner.

Aus für Credit Agricole

Wie schwierig sich die Sponsorensuche gestaltet, hatte jüngst auch schon das französische Team Credit Agricole einsehen müssen.

Teamchef Roger Legeay hatte am 1. August die Suche ergebnislos eingestellt.

Das Team war eines der traditionsreichsten im Radsport. Legeay gehörte dem Management des Teams seit 1983 an. Der Rennstall wechselte in dieser Zeit mehrmals den Sponsor und dementsprechend seinen Namen.

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