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Contador wechselte nach der Saison 2010 von Astana zu Saxo Bank © getty

Der Tour-Sieger soll dem spanischen Verband Beweise für seine Unschuld vorgelegt haben. Nun taucht belastendes Material auf.

Madrid - Der dreimalige Tour-de-France-Sieger Alberto Contador hat erneut bekräftigt, dass er eine mögliche Sperre nach einer positiven Dopingprobe auf Clenbuterol in keinem Fall akzeptieren würde.

Gleichzeitig wich der spanische Radprofi von früheren Aussagen ab, nach denen er bei einer Sperre seine Karriere beenden würde. 126156(DIASHOW: Spektakuläre Dopingfälle)

In einem spanischen Radiointerview sagte der 28-jährige: "Warum sollte ich eine Sperre akzeptieren, wenn ich absolut nichts gemacht habe? Das würde sich nicht richtig anfühlen. Die Unterstützung vieler Menschen hat mich außerdem dazu bewogen, meine Karriere erstmal fortzusetzen."

Beweise für die Unschuld

Contador teilte zudem mit, dass er dem spanischen Radsportverband am Montag Beweise seiner Unschuld vorgelegt habe.

Bis Mittwoch hat der Iberer Zeit, weitere Unterlagen einzureichen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Nach einer offiziell ausgesprochenen Sperre könnten der Fahrer, der Weltverband UCI und die Welt Anti Doping Agentur WADA innerhalb von zehn Tagen Berufung beim internationalen Sportgerichtshof in Lausanne einlegen.

Neue Erkenntnisse veröffentlicht

Doch dem Spanier droht weiteres Ungemach. Wie die spanische Sporttageszeitung "Marca" berichtet, wurde der Radprofi bei der Frankreich-Rundfahrt im vergangenen Jahr nicht nur einmal, sondern gleich viermal positiv auf Clenbuterol getestet. "Marca" stützt sich dabei auf einen Bericht des spanischen Radsport-Verbandes RFEC.

Contador war bei der Tour 2010 am zweiten Ruhetag positiv auf das Kälbermastmittel Clenbuterol getestet worden. Auch an den drei folgenden Tagen seien bei Contador geringere Mengen des Mittels im Blut festgestellt worden, hieß es in dem Blatt.

WADA will zwei Jahre Sperre

Vergangenen Monat hatte der spanische Radsportverband angekündigt, Contador für ein Jahr die Lizenz entziehen zu wollen. (Verband lässt Contador hängen)

Die WADA sieht eine Sperre von zwei Jahren vor.

Der Weltverband UCI betonte kürzlich in einer offiziellen Mitteilung, es sei noch keine offizielle Sanktion gegen Contador ausgesprochen.

Sollte dem Spanier der Tour-Sieg aberkannt werden, wäre der Luxemburger Andy Schleck der neue Sieger der vergangenen Frankreich-Rundfahrt, der Russe Denis Mentschow wäre Zweiter und Samuel Sanchez aus Spanien würde als Dritter auf das Podium rücken.

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