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Kletterspezialist Riccardo Ricco gewann 2009 zwei Etappen bei der Tour de France © getty

Nach seinem angeblichen Nierenversagen soll der Radprofi zugegeben haben, sich Transfusionen verabreicht zu haben.

Rom - Der italienische Radprofi Riccardo Ricco hat nach seinem Zusammenbruch am vergangenen Sonntag offenbar gestanden, "an sich selbst eine Transfusion von Blut vorgenommen zu haben, das er 25 Tage im Kühlschrank gelagert hatte."

Dies erklärte ein Arzt des Krankenhaues laut der "Gazzetta dello Sport". Der 27-Jährige war am Sonntag im Training zusammengebrochen.

Die Ärzte hatten zunächst von einem Nierenversagen gesprochen. Ricco befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung 126156(DIASHOW: Spektakuläre Dopingfälle).

Die Anti-Doping-Staatsanwaltschaft des italienischen Olympia-Komitees CONI leitete am Dienstag Untersuchungen gegen Riccardo Ricco ein. Der Kletterspezialist war wegen Dopings bei der Tour de France 2008 für 20 Monate gesperrt worden.

"Kobra" seit März wieder dabei

Erst im vergangenen März hatte der Kletterkönig mit dem Spitznamen "Kobra" sein Comeback gegeben. Seit dem 17. August 2010 steht Ricco beim niederländischen Team Vacansoleil unter Vertrag.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Justiz nimmt Ermittlungen auf

Auch die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Modena begann mit Ermittlungen wegen des Zusammenbruchs des Radprofis. Oberstaatsanwalt Vito Zancani teilte mit, dass das Krankenhaus den Justizbehörden die Ergebnisse von Riccos Untersuchungen übergeben werde.

"Wir werden danach feststellen, ob Ricco gegen das Anti-Dopinggesetz verstoßen hat", erklärte der Staatsanwalt.

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