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Pellizottis größter Erfolg war der Gewinn des Bergtrikots bei der Tour de France 2009 © imago

Der CAS bestätigt die Sperre gegen Franco Pellizotti. Der Urteilsspruch ist ein großer Erfolg für den indirekten Dopingnachweis.

Rom - Nach der endgültigen Verurteilung durch den internationalen Sportgerichtshof CAS hat Dopingsünder Franco Pellizotti seine Radsport-Karriere beendet.

"Ich möchte nichts mehr wissen vom Radsport. Ich bin enttäuscht vom Sport und seiner Gerichtsbarkeit", sagte der Kletterkönig. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Der CAS hatte den 33-Jährigen am Dienstag zu einer zweijährigen Sperre verurteilt und damit den ursprünglichen Freispruch durch das Anti-Doping-Gericht des Nationalen Olympischen Komitees für Italien CONI revidiert.

Unregelmäßigkeiten im Blutpass

Anfang Mai 2010 wurde Pellizotti wegen auffälliger Blutwerte und Unregelmäßigkeiten in seinem Blutpass von der UCI suspendiert, zudem wurde gegen ihn ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Im Oktober 2010 wurde er dann aber in Italien freigesprochen, woraufhin der Radsport-Weltverband UCI vor den CAS zog.

Blutpass nimmt Hürde

Durch die Urteilssprüche des CAS - neben Pellizotti wurde auch dessen Landsmann Pietro Caucchioli wegen Unregelmäßigkeiten im Biologischen Pass zu einer zweijährigen Sperre verurteilt - hat der indirekte Dopingnachweis eine wichtige Hürde genommen.

Im umgekehrten Fall wäre der 2007 eingeführte Blutpass wohl hinfällig gewesen.

Hermann ist erleichtert

Der Sportpolitische Sprecher der Grünen, Winfried Hermann, zeigte sich erleichtert über das Urteil:

"Die Sperre aufgrund von Unregelmäßigkeiten in den Blutpässen bedeutet eine Stärkung des Anti-Dopingkampfes durch indirekten Beweis. Die Überführung von betrügenden Sportlern auch ohne positive Dopingprobe anhand von Blut-Parametern ist eine wichtige Ergänzung zur Testmethode. Damit können Lücken geschlossen werden, die hochprofessionelle Doper immer wieder finden."

Aberkennung der Erfolge

Neben der Sperre wurden auch Pellizottis Ergebnisse rückwirkend zum 17. Mai 2009 aberkannt.

Damit verliert der frühere Liquigas-Profi seinen zweiten Platz beim Giro und den Sieg in der Bergwertung der Tour de France. 232966(DIASHOW: Die gefallenen Bergkönige)

Sastre und Basso rücken vor

Damit müssen die Ergebnislisten einmal mehr umgeschrieben werden, nachdem bereits der ursprüngliche Giro-Zweite Danilo di Luca wegen Dopings disqualifiziert worden war.

Der frühere Toursieger Carlos Sastre und Ivan Basso belegen nun hinter dem 2009-Sieger Dennis Mentschow die Plätze zwei und drei.

Ein gewisser Lance Armstrong darf sich im Nachhinein über einen zehnten Gesamtrang freuen.

Weltverband macht, was er will

Pellizotti warf nach dem Urteilsspruch der UCI Willkür vor.

Der Weltverband mache, was er wolle. Er stelle die Regeln auf, wie er sie gerne hätte. Die UCI sei so mächtig, dass keiner was dagegen sagen könne.

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