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Riccardo Ricco wird nach der positiven Probe zum Verhör gebracht © getty

Der positiv getestete Italiener hatte nach der vierten Etappe offenbar versucht, sich den Doping-Kontrolleuren zu entziehen.

Cuneo - Der bei der Tour de France positiv auf Epo getestete Radprofi Riccardo Ricco wollte sich offenbar der Dopingkontrolle entziehen.

Wie Pierre Bondry als Präsident der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD mitteilte, hatte der zweimalige Etappensieger nach der vierten Etappe versucht, vor den Stewards zu flüchten.

Der Italiener wurde schließlich zwischen zwei Autos gestellt.

Die Kontrolle nach der vierten Etappe hatte Ricco auch des Epo-Dopings überführt.

Ricco hatte jüngst in einem Interview mit der "Gazzetta dello Sport" die Gültigkeit der Dopingtests bei der Tour de France angezweifelt.

Warten auf die Gegenprobe

"Wir müssen die Gegenprobe abwarten und sehen, ob der Test gültig ist. Ich glaube, das ist nicht hundert Prozent sicher", sagte der Fahrer vom Team Saunier Duval, das bis zur Klärung der Fälle den Rennbetrieb eingestellt hat.

Bei Riccos Teamkollege Leonardo Piepoli, der von seiner Mannschaft wegen eines Verstoßes gegen den Ethik-Code entlassen worden war, gibt es bislang noch keine neuen Erkenntnisse.

"Einige Profile gehen in die richtige Richtung"

"Bis jetzt gibt es keinen neuen Dopingfall", sagte Bondry. Die Ergebnisse der Analysen lägen noch nicht vor.

Die Anstrengungen im Anti-Doping-Kampf würden bei den Fahrern allerdings Wirkung zeigen. "Einige Profile bei den Fahrern gehen in die richtige Richtung. Es scheint, als sei der von uns ausgeübte Druck sehr effektiv", ergänzte Bondry.

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