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Vom 20. bis 23. Juli trug Fränk Schleck bei der diesjährigen Tour das gelbe Trikot © getty

Der Tour-Zweite soll die Nummer 25 des Doping-Arztes gewesen sein. Laut Ermittlern sei die Verbindung "mit Sachbeweisen zu belegen".

München - Fränk Schleck steht unter dem Verdacht, zum Kundenstamm des Dopingarztes Eufemiano Fuentes gehört zu haben.

Eine Verbindung des derzeitigen Gesamt-Zweiten der Tour de France zum spanischen Arzt ist laut internationalen Ermittlern "mit Sachbeweisen zu belegen".

Außerdem soll es angeblich ganz aktuell einen Informationsaustausch zwischen mehreren internationalen Behörden bezüglich der Fahndungsergebnisse im Fall Frank Schleck gegeben haben. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung."

Schleck ist unter den Fuentes-Kunden mutmaßlich als Nummer 25 gelistet, unter dem Decknamen "Amigo de Birillo".

Bisher der Manager verdächtigt

Als "Birillo" selbst konnte bereits der Italiener Ivan Basso, ein früherer Teamkollege des Luxemburgers, enttarnt werden.

Bisher wurde in der Radsport-Szene vermutet, dass sich Giovanni Lombardi, der Manager der Schleck-Brüder, hinter dem Codenamen "Brillios Freund" verbirgt.

Im Meeting mit Fuentes

Zeugenaussagen zufolge sei Schleck zusammen mit CSC-Teamchef Bjarne Riis "im Dezember 2005 in einem Meeting mit Fuentes gewesen".

Es gebe jedoch keine Beweise dafür, dass dieser Besuch in der Absicht des Blutdopings geschehen ist.

"Die Namen Riis und Schleck sind uns natürlich bekannt und es gibt dort Zusammenhänge mit Herrn Fuentes", sagten ein Ermittler und ein Behördensprecher übereinstimmend gegenüber der "Süddeutschen Zeitung."

Zielkontrollen im Zusammenhang mit Ermittlungen?

Die Dopingkontrollen der CSC-Profis Fränk und Andy Schleck nach den Alpen-Etappen am vergangenen Wochenende und die Zolldurchsuchung von Jonny Schleck, dem Vater der beiden, erscheinen unter diesem Gesichtspunkt nicht zufällig.

Ob ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, ist noch unklar.

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