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Zwei "Kronzeugen" im Radsport-Doping: Patrik Sinkewitz (l.), Jörg Jaksche © imago

Nach Doping-Aufklärer Sinkewitz scheint jetzt auch Jörg Jaksche für die kommende Saison einen neuen Rennstall gefunden zu haben.

Von Wolfgang Kleine

München - Patrik Sinkewitz machte den "Eisbrecher". Der 28-Jährige wurde bei T-Mobile des Dopings überführt, gestand die Manipulationen und machte anschließend den Kronzeugen der Anklage.

Sinkewitz erhielt vom tschechischen Team PSK-Whirlpool für 2009 einen neuen Vertrag.

Der bis zum Sommer 2008 gesperrte dopinggeständige Jörg Jaksche, ebenso Zeuge der Anklage und Mitstreiter von Sinkewitz, musste bisher auf einen Vertrag warten.

Doch das scheint sich jetzt zu ändern. Nach Berichten der belgischen Zeitung "Het Laatste Nieuws" soll der italienische Continental-Rennstall Cinelli-OPD den 32-jährigen Deutschen verpflichten wollen.

Mattan bestätigt Verpflichtung

Das behauptet jedenfalls Nico Mattan, der Sportliche Leiter des Teams. Mattan wird bei "Sporza.be" so zitiert: "Ich hörte am Donnerstag, dass Jaksche kommt. Nur die Unterschrift fehlt noch unter dem Vertrag."

Der frühere belgische Profi erklärt weiter: "Die Italiener halten sich mit der Bekanntgabe noch zurück."

Jaksche wehrt noch ab

Jaksche kommen die Äußerungen nicht gelegen. "Ich habe in den vergangenen Wochen mit vielen Leuten gesprochen", erklärte der frühere Telekom-Profi gegenüber Sport1.de, "alles, was kommt, wird sich zeigen."

Gegen einen Vertrag bei dem Cinelli-Team hätte Jaksche, der ein Jahr gesperrt wurde, aber nichts einzuwenden. Auch wenn dort die beiden Dopingsünder Frank Vandenbroucke und der Italiener Lorenzo Bernucci fahren. Bernucci wurde 2007 vom damaligen T-Mobile Team entlassen.

Freude über Sinkewitz-Verpflichtung

Die Verpflichtung von Sinkewitz sieht Jaksche positiv. "Für Patrik freut es mich. Aber es wird den Radsport auch in seinen Grundzügen nicht ändern."

Jaksche will sich nach eigenen Angaben aber zuerst noch weiter auf sein Fernstudium "Wirtschaft und Recht" an der Uni Hagen konzentrieren: "Alles andere lasse ich auf mich zukommen."

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