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John Degenkolb fährt seit dieser Saison für das HTC-Highroad-Team © imago

Der Neuling feiert in Frankfurt seinen größten Erfolg. Martin gelingt ein Achtungserfolg in der Schweiz.

Frankfurt/Main - John Degenkolb hat in seiner ersten Profisaison Fabian Wegmanns Traum vom Hattrick zerstört und den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert.

Der 22-Jährige aus Erfurt gewann die 50. Auflage des Frühjahrsklassikers in Frankfurt/Main und war danach überwältigt. (DATENCENTER: Radsport 2011)

"Das ist die absolute Krönung, ich bin einfach nur überglücklich", sagte der Fahrer des Teams HTC-Highroad.

Degenkolb behielt im Massensprint nach 201,5 Kilometern die Nerven und verwies den Belgier Jerome Baugnies (Team TSV) und den Australier Michael Matthews (Rabobank) auf die Plätze zwei und drei.

Wegmann Hattrick vermasselt

Wegmann verpasste unterdessen seinen dritten Sieg in Folge.

Als sich Degenkolb von seinen Teamkollegen nach der Zieldurchfahrt vor der Alten Oper in der Frankfurter Innenstadt feiern ließ, blickte der 30 Jahre alte Freiburger vom Team Leopard-Trek enttäuscht in die Runde.

Degenkolb musste nach eigenen Angaben am letzten Anstieg zum Mammolshainer Berg einen Schwächemoment überstehen. "Da muss ich mich bei meinen gesamten Team für die geleistete Arbeit bedanken", erklärte Degenkolb, der als Neuling unter den Profis weiter für Furore sorgt.

Achtungserfolg für Martin bei Tour de Romandie

Einen Achtungserfolg gab es unterdessen für Degenkolbs Teamkollegen Tony Martin bei der Tour de Romandie.

Martin beendete die Rundfahrt auf einem beachtlichen zweiten Platz. In der Endabrechnung lag der 26 Jahre alte Cottbuser 18 Sekunden hinter dem australischen Ex-Weltmeister Cadel Evans (BMC Racing).

Martin, der dieses Jahr bei Pizza-Nizza und der Algarve-Rundfahrt triumphiert hatte, war durch einen zweiten Platz beim Zeitfahren auf der vorletzten Etappe am Samstag vom 21. Rang auf den zweiten Platz nach vorne gefahren.

Gerdemann wird Elfter

Den dritten Rang in der Gesamtwertung sicherte sich mit 19 Sekunden Rückstand Astana-Fahrer Alexander Winokurow (Kasachstan).

Als zweitbester deutscher Fahrer belegte der Münsteraner Linus Gerdemann vom Team Leopard den elften Rang.

Für den ehemaligen Straßenrad-Weltmeister Evans war es nach 2006 bereits der zweite Erfolg bei der mehrtägigen Fernfahrt durch die Schweiz. Dabei war der 34-Jährige erst diese Woche nach einer Verletzungspause wieder in den Rennzirkus zurückgekehrt.

Swift gewinnt letzte Etappe

Die fünfte und letzte Etappe der Rundfahrt von Champagne nach Genf war für die Gesamtwertung ohne Bedeutung.

Nach 164,6 Kilometern und zwei Bergwertungen setzte sich Sky-Fahrer Ben Swift (Großbritannien) im Massensprint vor dem Italiener Davide Vigano aus dem Leopard-Team und dem dreimaligen Weltmeister Oscar Freire (Spanien/Rabobank) durch.

Die tradtionsreiche Rundfahrt galt als Härtetest für den Giro d'Italia (7. bis 29. Mai).

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