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Lance Armstrong gewann die Tour von 1999 bis 2005 sieben Mal in Folge © imago

Der siebenmalige Sieger gibt 2009 sein Comeback bei der Tour und startet für das Team von Andreas Klöden.

München - Der siebenmalige Sieger Lance Armstrong wird 2009 sein Comeback bei der Tour-de-France geben.

Das bestätigte der US-Amerikaner am Montagabend. "Ich habe mich verpflichtet, für den besten Fahrer zu fahren", sagte der 37-Jährige, der sich zur Zeit im Training auf der Kanaren-Insel Teneriffa befindet, mit Blick auf seinen Astana-Teamgefährten Alberto Contador (Spanien).

Bei Astana fährt auch der deutsche Andreas Klöden (Cottbus).

Armstrong und Contador waren beim Trainingslager erstmals aufeinandergetroffen. Der Spanier hatte zuvor offen über ein Teamwechsel nachgedacht, sollte Armstrong das Kapitänsamt bei Astana übernehmen.

Start auch beim Giro

"Wir folgen der gleichen Maxime: Radsport ist Mannschaftssport. Aber alle feiern auch gerne Siege", sagte Arstrong weiter.

Die Astana-Mannschaft ist mit zahlreichen Rundfahrtspezialisten gespickt. Contador hat die Tour 2007 gewonnen, Andreas Klöden war 2006 Gesamtzweiter.

Damit bestreitet Armstrong erstmals in seiner Karriere in einem Jahr den Giro d'Italia und die Frankreich-Rundfahrt.

2005 hat der Ausnahmeathlet den letzten letzten von sieben Gesamtsiegen in Folge bei der Tour gefeiert.

Armstrong, der nach seinem Rücktritt unter anderem drei Marathons gelaufen ist und in New York in 2:46:43 Stunden seine Bestzeit erzielt hatte, wird seine Wettkampf-Comeback nach vier Jahren Pause im kommenden Januar bei der Australien-Tour feiern.

Vor Giro und Tour wird er zudem alle Frühjahrsklassiker außer Paris-Roubaix bestreiten.

Angst vor Fan-Attacken

Noch vor knapp zwei Wochen hatte der 37-Jährige noch in einer englischen Tageszeitung erklärt, dass er Angst vor Übergriffen gewaltbereiter französischer Radsport-Fans habe.

Armstrong gab einigen Teamchefs Mitschuld an der "aggressiven Stimmung" gegen ihn.

"Besonders die Verantwortlichen der französischen Mannschaften haben die Leute ermuntert, gegen mich zu protestieren. Wenn man liest, was über mich geschrieben wird, kann man durchaus denken, dass meine Sicherheit in Gefahr ist", sagte Armstrong und stellte klar:

"Ich werde mich sicherlich nicht in eine gefährliche Situation begeben."

Als Grund für seine Unbeliebtheit sieht der Amerikaner die Dopingvorwürfe gegen seine Person an.

Eingefrorene Blutproben Armstrongs aus dem Jahr 1999 hatten Spuren von Epo aufgewiesen. Dies wurde 2005 bekannt. Der Radsport-Weltverband UCI hatte die Vorwürfe damals aber als haltlos zurückgewiesen.

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