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Sebastian Lang fährt seit 2009 für das Team Omega Pharma Lotto © getty

Sebastian Lang ist der auffälligste Fahrer auf der zweiten Etappe des Giro d'Italia. Im Zielsprint von Parma siegt aber Petacchi.

Parma - Sebastian Lang hat beim 94. Giro d'Italia für das erste deutsche Highlight gesorgt.

Der Zeitfahrspezialist vom Team Omega Pharma Lotto fuhr auf der zweiten Etappe von Alba nach Parma mit einer spektakulären Solo-Flucht über 215 Kilometer ins Grüne Trikot des besten Bergfahrers. Den Tagessieg überließ Lang allerdings den Sprintern.

Altmeister Alessandro Petacchi (Lampre) setzte sich auf der Zielgeraden vor Mark Cavendish (HTC Highroad) durch und feierte bereits seinen 22. Etappensieg beim Giro. (DATENCENTER: Radsport 2011)

Cavendish in rosa

Der britische Sprintstar Cavendish übernahm durch die Zeitbonifikation das Rosa Trikot seines Teamkollegens Marco Pinotti (Italien), der nach dem Mannschaftszeitfahren am Samstag geführt hatte.

Das Fahrerfeld hatte sich am Sonntag nach dem Start in Alba, 60 Kilometer südlich von Turin, noch nicht ganz sortiert, da trat Lang bereits die Flucht nach vorne an.

Im Laufe der längsten Etappe der diesjährigen Italien-Rundfahrt baute der 31-Jährige seinen Vorsprung auf maximal 20 Minuten aus, immer die Bergwertung der vierten Kategorie am Tabiano Castello vor Augen.

Lang lässt sich einholen

Hoffnungen auf den Tagessieg machte sich Lang nicht, wusste der Sonneberger doch um die Interessen der Sprinterteams. So drosselte er auch das Tempo, als er den Gipfel erklommen hatte und ließ sich vom heranrasenden Feld einholen.

Als Belohnung klatschte ihn Sprinter Danilo Hondo vom Team Lampre anerkennend ab.

Für die letzten 30 Kilometer der Etappe nach Parma übernahmen HTC Highroad und Lampre das Geschehen, forcierten das Tempo und ließen weitere Ausreißer nur noch wenige Sekunden ziehen. Beide Mannschaften brachten so ihre Stars in Position.

Hondo zieht Sprint an

Hondo zog den Sprint für seinen Teamkollegen Petacchi gekonnt an, sodass der 37 Jahre alte Routinier aus La Spezia nur noch vollenden musste. (Degenkolb siegt in Frankfurt)

Cavendish beschwerte sich noch bei der Zieldurchfahrt heftig über Petacchi, der eine kleine Welle gefahren war, um seine Position zu verteidigen, das Manöver des Italieners war allerdings sauber.

HTC Highroad gewinnt Prolog

Den Prolog zum Auftakt des Giros, der als schwerste Italien-Rundfahrt aller Zeiten gilt, gewann das US-Team HTC Highroad mit dem Erfurter Patrick Gretsch (Bericht).

Beim Mannschaftszeitfahren in Turin setzte sich die Auswahl des deutschen Teammanagers Rolf Aldag nach 19,3 Kilometern mit zehn Sekunden Vorsprung vor dem Team Radioshack durch. Topfavorit Alberto Contador aus Spanien hielt mit seinem Team Saxo Bank den Rückstand beim Prolog in Grenzen.

Neuauflage des Sprintduells?

Bereits in der Auftakt-Woche steht am Freitag die erste Bergankunft des Giros an. Nach der siebten Etappe von Maddaloni nach Montevergine di Mercogliano über 110 Kilometer werden die ersten größeren Abstände im Klassement zu sehen sein.

Zum Duell Petacchi gegen Cavendish kann es bereits am Montag wieder kommen. Dann geht es auf der dritten Etappe über 173 Kilometer von Reggio Emilia nach Rapallo.

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