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Wouter Weylandt gewann 2008 eine Etappe bei der Vuelta a Espana © imago

Nach dem tragischen Unfall beim Giro d'Italia zeigen sich die Medien bestürzt. Die "AS" spricht von der "traurigsten Etappe".

München - Der tragische Tod von Wouter Weylandt erschüttert nicht nur die Radsport-Welt.

Der Belgier hatte am Montag auf einer der Abfahrt bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Rad verloren und war mit dem Kopf auf den Asphalt geknallt (Bericht).

Noch auf der Straße kämpften die Rennärzte um sein Leben (Giro-Tragödie: Profi schickte besorgte SMS). Vergeblich.

Weylandt erlag an der Unfallstelle einem Schädelbasisbruch und schweren Gesichtsverletzungen.

SPORT1 fasst die Pressestimmen zu dieser Tragödie zusammen:

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Der Giro trauert um Weylandt. Ein leeres Podium, keine Musik, der Giro in Tränen. Im schwierigsten Moment zeigt der Radsport sein echtes Gesicht, das aus Freundschaft, Leid und Zusammenhalt besteht. Die erschütterten Kollegen des Leopard-Teams denken an den Rückzug. Weylandts Tod wirft einen dunklen Schatten auf den Giro."

Corriere dello Sport: "Tragödie beim Giro. Der ganze Radsport trauert um den Belgier Weylandt, doch das Rennen wird fortgesetzt. Ein schrecklicher Zufall: Weylandt stirbt während der dritten Giro-Etappe, die er vor einem Jahr gewonnen hatte. Die Ärzte des Giro haben alles getan, doch jede Hilfe kam zu spät."

Tuttosport: "Ein tödlicher Sturz, Weylandt stirbt beim Giro. In der Geschichte des Giro ist der Belgier das vierte Todesopfer. Die Ärzte haben alles Mögliche getan, um Weylandt das Leben zu retten, doch nur ein Wunder hätte die Situation ändern können."

Repubblica: "Blut auf den Straßen des Giro. In wenigen Sekunden ist der Giro in eine Tragödie gestürzt. Fast eine Stunde lang haben die Giro-Zuschauer im Fernsehen das Drama des Belgiers Weylandt miterlebt. Vergebens haben die Ärzte um sein Leben gekämpft. Diese Tragödie trifft den Radsport besonders hart."

Corriere della Serra: "Tod beim Giro. Der Belgier Weylandt stürzt bei einer Geschwindigkeit von fast 80 Stundenkilometern. Der Giro hält nicht, auch wenn viele Radfahrer versucht sind, Schluss zu machen. Der Giro wird fortgesetzt, doch die freudige Atmosphäre des Starts ist verflogen."

SPANIEN

El Pais: "Spektakel oder Sicherheit. Während die Organisatoren jedes Mal mehr Show anstreben, schränkt die UCI die Rechte der Fahrer ein."

Marca: "Tragödie beim Giro: Wouter Weylandt stirbt. Der Fahrer des Teams Leopard wurde noch an der Unfallstelle behandelt, aber die medizinische Hilfe konnte ihn nicht wiederbeleben."

AS: "Vicioso gewinnt die traurigste Etappe. Angel Vicioso erreichte in Rapallo den ersten spanischen Sieg beim diesjährigen Giro - ein bittersüßer Triumph." (DATENCENTER: Radsport 2011)

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