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David Millar, Träger des Rosa Trikot, bei der Gedenkminute für Wouter Weylandt © getty

Die Profis sind entsetzt über den Tod ihres Kollegen Wouter Weylandt. Es wird harte Kritik wegen fehlender Sicherheit laut.

München - Fassungslosigkeit, Trauer und Entsetzen herrschten nach dem Unfalltod des Belgiers Wouter Weylandt auf der dritten Etappe des Giro d'Italia. Vor dem Start zum vierten Teilstück legten Teams und Fahrer am Dienstag eine Schweigeminute ein. (Giro-Tragödie: Profi schickte besorgte SMS)

Dem zu Tode gestürzten Fahrer und vor allem dessen Angehörigen galt das Mitgefühl der Radrennfahrer. Doch es wird auch harte Kritik wegen fehlender Sicherheitsvorkehrungen geübt. (Weylandt vor Todessturz: "Bereitet mir Sorgen"). Es werden Forderungen erhoben.

Robert Wagner (Teamkollege bei Leopard): "Keine Worte ... Ruhe in Frieden, Wouter."

Walter Planckaert (Teamchef Topsport Vlaanderen): "Wouter war der beste Freund von Frederiek Nolf, der während der Katar-Rundfahrt 2009 im Schlaf starb. Ich habe gerade mit Frederieks Vater telefoniert. Der Mann ist gebrochen. Da sind zwei Freunde, die auf wirklich tragische Weise ums Leben kamen."

Vincenzo Nibali (Liquigas): "Ich finde keine Worte, um meine Gefühle über Wouters Tod mitzuteilen. Es ist surreal. Alle meine Gedanken gehen an seine Frau, an seine Familie und Freunde. Ciao Wouter."

Ivan Basso (Liquigas): "Es ist unfassbar, wie tragisch das Schicksal sein kann. Mein Beileid und eine Umarmung an die Familie und die Freunde. Ruhe in Frieden, Wouter."

Pablo Lastras (Movistar): "Es ist schlimm, und es ist Zeit, dass wir etwas tun, um diesen Beruf zu würdig zu machen. Man konnte es kommen sehen. Es gab viele gefährliche Kurven, aber nicht ein Warnschild oder eine gelbe Flagge, die das anzeigten. Jegliche Sicherheitsvorkehrungen glänzten durch Abwesenheit."

Luis Angel Mate (Cofidis): "Im Radsport müssen sich viele Dinge verbessern, aber zuallererst unsere Sicherheit. Viele Stürze, viele Verletzungen - und jetzt das. Mir fehlen die Worte."

Johan Museeuw (Ex-Profi): "Als ich ihn stürzen sah, wusste ich sofort, dass es ernst war. Die Ähnlichkeit mit Casartelli war auffallend. Wir alle trauern. Weylandt war ein junger Fahrer, der sein ganzes Leben vor sich hatte."

Bjarne Riis (Teamchef Saxo Bank): "An einem Tag wie diesem sind alle Gedanken an Ergebnisse irrelevant. Es ist eine verheerende Tragödie für Wouters Familie, Freunde, Kollegen und für sein Team. Unser Beileid geht an alle, die Wouter kannten." (DATENCENTER: Radsport 2011)

Marcel Kittel (Skil-Shimano): "Ich bin über den Tod von Wouter Weylandt absolut geschockt! Alles Gute für seine Familie, seine Freunde und sein Team in dieser schrecklichen Zeit."

Steffen Wesemann (Ex-Profi): "Ich bin tief betroffen über den schrecklichen Unfall von Wouter. Ich kannte ihn recht gut. Meine Anteilnahme gilt der Familie und Freunden, vor allem seiner Freundin."

Alberto Contador (Tour- und Giro-Sieger): "Heute trauert der Sport. Es ist unmöglich, meine Gefühle auszudrücken. Mein Beileid gilt seiner Familie und seinen Freunden. Wouter, ruhe in Frieden."

Lance Armstrong (siebenmaliger Tour-Sieger): "Ich bin gerade vom Laufen zurückgekommen und habe die Nachricht von Wouter Weylandts Tod erhalten. Ich bin schockiert und traurig. Möge er in Frieden ruhen."

Johan Bruyneel (Teamchef RadioShack): "Heute sind wir alle voller Trauer und Traurigkeit. Die Radsport-Familie und Wouters Familie und Freunde trauern. Möge er in Frieden ruhen. Möge das Gedenken an ihn in uns allen weiterleben. Und möge sein ungeborenes Kind den Vater durch die wunderbaren Geschichten von Wouters Familie, seinen Freunden und Fans kennenlernen."

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