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Lance Armstrong (l.) und Jens Voigt als Kontrahenten bei der Tour 2004 © getty

Jens Voigt sieht Lance Armstrongs Tour-Start 2009 zwiespältig. Eine sportliche Gefahr sei der Rekordsieger aber nicht mehr.

Berlin - Radprofi Jens Voigt hat sich kritisch über den geplanten Start von Lance Armstrong bei der Tour de France 2009 geäußert.

"Ich sehe sein Comeback mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil die Medienaufmerksamkeit sehr groß sein wird. ARD und ZDF werden sich da über ihren Ausstieg noch ärgern. Weinend, weil mit Lance natürlich die alten Probleme zurückkehren", sagte Voigt bei einer Diskussion in Berlin.

Der siebenmalige Tour-Sieger Armstrong hatte am Montagabend verkündet, die Frankreich-Rundfahrt bei seinem Comeback nach zweijähriger Pause zu absolvieren.

(Armstong fährt die Tour)

Voigt bezweifelt Siegchancen

"Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Lance nach zweieinhalb Jahren Pause bei der Tour vorn mitfahren kann", meinte Voigt. Bereits im Januar trifft der zweimalige Sieger der Deutschland-Tour bei der Australien-Rundfahrt auf Armstrong.

Voigt selbst will seine Karriere bis 2010 fortsetzen, ein Wechsel kommt für ihn aber nicht infrage: "Meine Mannschaft CSC heißt in Zukunft Saxo-Bank. Trotzdem bleiben wir das Real Madrid des Radsports. Wir sind die beste Mannschaft der Welt, deshalb will ich bei diesem Team meine Laufbahn beenden."

Der 37-Jährige bestreitet im nächsten Jahr mit Giro d'Italia und Tour de France beide große Rundfahrten.

Zabel wird Sprint-Berater bei Columbia

Erik Zabel hat zwar im Gegensatz zu Voigt seine Karriere offiziell beendet, bleibt aber dem Radsport weiter treu. Der 38-Jährige arbeitet künftig als Sprinter-Berater für den Columbia-Rennstall.

Zabel soll die jungen Sprinter Mark Cavendish (Großbritannien) und Andre Greipel unterstützen und wird nach Informationen des Internetportals "cyclingnews" einen Teilzeit-Vertrag bekommen.

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