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Alberto Contador gewann bereits drei Mal die Tour de France © imago

Der Spanier trotzt dem strömenden Regen und hängt seine Konkurrenten deutlich ab. Nur ein Venezulaner kann annähernd folgen.

Großglockner - Auch strömender Regen und eine Vorladung vom internationalen Sportgerichtshof CAS konnten Alberto Contador beim 94. Giro d'Italia nicht stoppen (DATENCENTER: Giro d'Italia 2011).

Beim Österreich-Abstecher auf der 13. Etappe hängte der spanische Topfavorit vom Team Saxo Bank bei der Auffahrt zum Großglockner erneut seine Konkurrenten um den Gesamtsieg ab und erlaubte sich den Luxus, dem Venezolaner Jose Rujano (Androni) den Tagessieg zu überlassen.

Contador liegt in der Gesamtwertung jetzt schon 3:09 Minuten vor dem Italiener Vincenzo Nibali (Liquigas).

Contador droht Sperre

"Es war wirklich schwer, glücklicherweise haben sich meine Beine gut angefühlt. Ich bin zufrieden mit meinem Vorsprung, aber es gibt noch einige schwere Etappen", sagte Contador.

Seine jüngsten Erfolge könnten allerdings schon vom 6. bis zum 8. Juni und damit noch vor dem Start der Tour de France (2. bis 24. Juli) in ein anderes Licht gerückt werden.

Der 28 Jahre alte Contador muss sich dann wegen seines positiven Dopingtests bei der Tour 2010 vor dem CAS verantworten und würde bei einem Schuldspruch für zwei Jahre gesperrt.

Weening hält mit

Auf dem 13. Teilstück, zu dem Danilo Hondo (Lampre) wie einige seiner Sprinterkollegen nicht mehr antrat, löste sich nach 41 Kilometern eine Gruppe von 16 Fahrern aus dem Hauptfeld, darunter der Niederländer Pieter Weening (Rabobank), der vier Tage lang das Rosa Trikot getragen hatte.

Das Führungsfeld lag maximal fünf Minuten vor dem Peloton und überfuhr die ersten drei Bergwertungen an der Spitze des Feldes.

Zehn Kilometer vor dem Etappenziel waren aber alle Ausreißer eingeholt und der Showdown der Gesamtfavoriten begann.

Contador zieht davon

Einer Attacke von Contador rund 8 Kilometer vor dem Ziel konnte nur Rujano folgen, der schon bei Contadors erstem Etappensieg auf dem Ätna am Sonntag als Einziger annähernd mit dem Spanier mithalten konnte.

Im Schlussspurt leistete Contador dann nach 167 Kilometern keine ernsthafte Gegenwehr mehr.

Am Samstag steht die nächste Bergankunft auf dem Programm. Auf 210 Kilometern von Lienz zum Monte Zoncolan erwarten das Peloton vor dem finalen Anstieg vier weitere Bergwertungen.

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