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Alberto Contador gewann im Jahr 2008 zum ersten Mal die Italien-Rundfahrt © getty

Auf der Königsetappe der Italien-Rundfahrt baut der führende Spanier seinen Vorsprung aus. Ein Landsmann holt den Tagessieg.

Vigo di Fassa - Der spanische Radprofi Alberto Contador fährt weiter souverän seinem zweiten Sieg beim Giro d'Italia entgegen.

Der dreimalige Tour-Sieger vom Team Saxo Bank wurde am Sonntag Dritter auf der 229 km langen Königsetappe in den Dolomiten.

Damit geht er mit 4:20 Minuten Vorsprung in der Gesamtwertung auf den Italiener Michele Scarponi (Lampre) in die letzte Giro-Woche (DATENCENTER: Giro d'Italia 2011).

Den Tagessieg sicherte sich nach 7:27:14 Stunden der Spanier Mikel Nieve (Euskaltel) vor Italiens Altmeister Stefano Garzelli (Aqua e Sapone).

Zweiter Giro-Erfolg in Reichweite

"Im Finale hat Alberto gezeigt, dass er der Stärkste von allen ist", sagte Saxo-Bank-Teammanager Philippe Mauduit über den Spanier.

Contador führte lange Zeit in Gesamt-, Punkte- und Bergwertung, in letzterer Kategorie zog am Sonntag der Italiener Stefano Garzelli vorbei. Alle drei Trikots ins Ziel zu bringen gelang bislang nur dem "Kannibalen" Eddy Merckx im Jahr 1968.

Nur Sturz kann Contador stoppen

Die letzte Giro-Woche ist wie auf Contador zugeschnitten: Zwei weitere Bergankünfte, dazu ein Bergzeitfahren und nur noch am Schlusstag ein nicht allzu anspruchsvoller Kampf gegen die Uhr in Mailand.

Nur noch ein Sturz kann Contadors sechsten Triumph bei einer der drei großen Landesrundfahrten stoppen.

CAS-Sperre droht

Allerdings könnte sich die Zahl der Siege flugs wieder auf fünf reduzieren: Anfang Juni will sich der internationale Sportgerichtshof CAS mit dem umstrittenen Spanier befassen.

Contador war bei der Tour de France 2010 positiv auf das verbotene Anabolikum Clenbuterol getestet, von Spaniens Verband aber freigesprochen worden. Vor dem CAS drohen ihm nun zwei Jahre Sperre und die Aberkennung des Tour-Siegs.

Garzelli lange dominant

Den spektakulären Dolomiten-Ritt mit fünf Bergwertungen bestimmte am Sonntag lange Zeit Italiens Altmeister Garzelli. Der 37-Jährige, einst Edelhelfer von Marco Pantani und Giro-Sieger des Jahres 2000, fuhr über 100 km an der Spitze des Rennens, 60 davon als Solist, und lag zeitweise knapp zehn Minuten vor der Gruppe um Contador.

Auf dem Dach des Giro, dem 2236 m hohen Giau-Pass, sicherte sich Garzelli den Italiens Radlegende Fausto Coppi gewidmeten Bergpreis "Cima Coppi".

Erst kurz vor dem Schlussanstieg schloss der Baske Nieve wieder zu Garzelli auf und siegte schließlich mit 1:41 Minuten vor dem Italiener.

Mit der Führung in den Ruhetag

Am Montag legt die Italien-Rundfahrt den zweiten und letzten Ruhetag ein, am Dienstag steht das 12,7 km lange Bergzeitfahren am Nevegal auf dem Programm.

Die Rundfahrt endet am 29. Mai traditionell in Mailand.

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