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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Tony Martin gewann dieses Jahr die Fernfahrt Paris-Nizza © getty

Die Rundfahrt in Südfrankreich dient Tony Martin als Härtetest für die Tour. Einige Etappenabschnitte sind identisch.

München/Saint-Jean-de-Maurienne - Die Tour de France ist das Ziel, und dem ordnet Tony Martin alles unter.

Deutschlands große Radsport-Hoffnung vom Team HTC-Highroad hat ihre Lehren aus dem vergangenen Jahr gezogen.

Einen Einbruch wie bei der Tour 2010 möchte Martin nicht noch einmal erleben. Deshalb hat der 26-Jährige sein Vorbereitungsprogramm geändert.

Statt bei der Tour de Suisse absolviert der gebürtige Cottbuser seinen letzten Härtetest in Südfrankreich beim am Sonntag beginnenden Criterium du Dauphine (5. Juni bis 12. Juni).

Berge denen der Tour ähnlicher

"Tony soll frisch zur Tour kommen. Und die Dauphine kommt der Sache näher als die Tour de Suisse. Die Berge sind viel ähnlicher, nicht diese gleichmäßigen Riesendinger wie in der Schweiz. Deshalb haben wir umgestellt", sagte Sportdirektor Rolf Aldag.

Bei der Tour de France (2. Juli bis 24. Juli) hält Tony Martin, der in dieser Saison Paris-Nizza und die Algarve-Rundfahrt gewann, ein Top-10-Resultat für ein realistisches Ziel.

"Ein paar Highlights setzen"

In der Vergangenheit hatte Martin die Rundfahrt in der Schweiz bevorzugt, die eine Woche nach der Dauphine beginnt. Nachdem er dort im letzten Jahr zu viel Energie investierte, soll ihm nicht nur der veränderte Formaufbau helfen, sondern auch die zeitigen Erfolge dieser Saison.

"Er hat im Frühjahr mit dem Sieg bei Paris-Nizza ein großes Ergebnis gebracht und deshalb keinen Stress. Tony soll ein paar Highlights setzen, alles andere kommt von selbst", sagte Aldag.

Einzelzeitfahren identisch

Neben der Tour de Suisse gilt die Dauphine als eine der beiden großen Härteprüfungen vor der Frankreich-Rundfahrt. Immer wieder sind Streckenabschnitte mit denen der Tour vergleichbar und diesmal gibt es auf einer Etappe sogar eine Duplizität. (DATENCENTER: Giro d'Italia 2011)

Denn das Einzelzeitfahren in Grenoble (3. Etappe) über 42,5 km wird exakt auf identischer Strecke ausgetragen wie das Zeitfahren am vorletzten Tag der Tour.

Es ist neben den beiden Hochgebirgsetappen ins Skiresort Le Collet d Allevard (6. Etappe) und nach La Toussuire (7. Etappe) eines der Highlights.

Contador nicht am Start

Martin könnte als einer der weltbesten Zeitfahrer an diesem Tag seine Konkurrenten beeindrucken. In Samuel Sanchez (Spanien/Euskaltel-Euskadi), Robert Gesink (Niederlande/Rabobank) und Jürgen Van den Broeck (Belgien/Omega Pharma-Lotto) stehen drei der besten Sechs der Gesamtwertung der Tour 2010 am Start.

Dazu kommen Ex-Weltmeister Cadel Evans (Australien/BMC Racing), Bradley Wiggins (Großbritannien/Team Sky) und der zweimalige Sieger des Giro d'Italia, Ivan Basso (Italien/Liquigas-Cannondale).

Giro-Sieger Alberto Contador (Spanien/Saxo Bank) verzichtet auf einen Start.

Zwei Chancen für Degenkolb

Für die Sprinter dürften sich auf der Etappe nach Lyon und der nach Macon zwei Möglichkeiten zu einem Tagessieg ergeben.

Nachwuchstalent John Degenkolb (Gera/HTC-Highroad) wird dort seine Chance suchen, sich dabei aber vor allem der Gegenwehr von Tyler Farrar (USA/Garmin-Cervelo) und Edvald Boasson Hagen (Norwegen/Team Sky) ausgesetzt sehen.

Die Etappen im Überblick:

Prolog (Sonntag): Saint-Jean-de-Maurienne (5,4 km/Einzelzeitfahren) 1. Etappe (Montag): Albertville - Saint-Pierre-de-Chartreuse (144 km) 2. Etappe (Dienstag): Voiron - Lyon (179 km) 3. Etappe (Mittwoch): Grenoble (42,5 km/Einzelzeitfahren) 4. Etappe (Donnerstag): La Motte-Servolex - Macon (173,5 km) 5. Etappe (Freitag): Parc des Oiseaux - Les Gets (210 km) 6. Etappe (Samstag): Les Gets - Le Collet d Allevard (192,5 km) 7. Etappe (Sonntag): Pontcharra - La Toussuire (117,5 km)

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