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Juan Mauricio Soler (re.) gewann 2007 eine Etappe und Bergwertung Tour de France © imago

Schock auf der sechsten Etappe der Tour de Suisse: Der Sieger des Zweiten Abschnitts kommt zu Fall. Ein Niederländer siegt.

Triesenberg-Malbun - Der Kolumbianer Juan Mauricio Soler ist nach seinem schweren Sturz auf der sechsten Etappe der 75. Tour de Suisse (täglich ab 17.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) notoperiert worden und liegt im künstlichen Koma.

Der 28-jährige Movistar-Fahrer stieß bei Kilometer 33 erst mit einem Zuschauer zusammen und prallte danach nach Information der Schweizer Zeitung "Blick" gegen eine Mauer. Soler erlitt bei dem Sturz mit Tempo 60 bis 70 eine Schädelfraktur, die eine Blutung im Gehirn zur Folge hatte.

Soler war nach dem Unfall bewusstlos auf der Strecke liegen geblieben und zunächst per Helikopter auf die Intensivstation gebracht worden.

"Er hat sehr schwere Verletzungen. Wir können derzeit nicht sagen, ob sein Leben in Gefahr ist", sagte Rennarzt Robert Kretsch (DATENCENTER: Tour de Suisse).

Auch Teamarzt Alfredo Zuniga bezeichnete seinen Zustand als "sehr ernst".

Nach einer Mitteilung des Movistar-Teams hat Soler zudem einen Knöchelbruch sowie diverse Prellungen und Frakturen erlitten. Der Zuschauer hatte bei dem Zwischenfall auf dem 157,7 Kilometer langen Teilstück von Tobel-Tägerschen nach Triesenberg-Malbun nur leichte Verletzungen erlitten.

Kruijswijk entflieht am Schlussanstieg

Für die größte Überraschung des Tages sorgte der Niederländer Steven Kruijswijk (Rabobank), der die etablierten Fahrer mit einer starken Leistung am Schlussanstieg düpierte und sich den Etappensieg holte.

Es ist der größte Erfolg in der Karriere des 23-Jährigen. Zweiter wurde mit neun Sekunden Rückstand Mitfavorit Levi Leipheimer (USA/Radio Shack) vor dem Italiener Damiano Cunego (Lampre/18 Sekunden).

Cunego bleibt in Gold

Cunego fährt damit weiter im "Goldenen Trikot" des Gesamtführenden und bleibt bei drei verbleibenden Renntagen heißester Anwärter auf den Gesamtsieg.

Sein Vorsprung auf den Niederländer Bauke Mollema (Rabobank) beträgt 1:23 Minuten, Dritter ist Kruijswijk (1:36). Auch Vorjahressieger Frank Schleck aus Luxemburg (Leopard Trek/1:41) ist als Vierter noch in Schlagdistanz.

Die siebte Etappe führt am Freitag über 222,8 Kilometer von Vaduz in Liechtenstein ins österreichische Serfaus-Fiss-Ladis. Höhepunkt ist der Etappe ist die Überquerung des 2383 Meter hohen Flüelapass bei Kilometer 125,5.

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