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Lance Armstrong gewann die Tour de France siebenmal in Folge © getty

Nach Erik Zabel äußert sich auch Pat McQuaid, der Weltverbandspräsident des Radsports, positiv zu dem Armstrong-Comeback.

Kortenberg/Berlin - In der Doping-Krise setzt Radsport-Weltverbandspräsident Pat McQuaid offenkundig weiter ausgerechnet auf Lance Armstrong als Heilsbringer.

"Eines ist sicher: Er wird dafür sorgen, dass viele Medien über unseren Sport berichten werden", erklärte der Ire in einem Interview in Belgien.

Ungeachtet aller Doping-Spekulationen um den Rekordsieger der Tour de France unterstrich er: "Seine Rückkehr wird dem Radsport nutzen."

"Lance wird für einen neuen Radsport-Boom sorgen. Je näher die Tour rückt, desto intensiver werden sich die Medien um Armstrong kümmern", meinte der zweimalige Vizeweltmeister am vergangenen Dienstag auf einer Pressekonferenz in Berlin.

"Gebt ihm eine Chance"

McQuaid hatte sich bereits kurz nach Armstrongs Comeback-Ankündigung über den Entschluss des Texaners gefreut. Zweifel an der Sauberkeit des siebenmaligen Tour-Siegers wollte der Präsident des Weltverbandes UCI nicht kommentieren.

"Ich sage allen Skeptikern: Gebt ihm eine Chance. Ich glaube jedenfalls nicht, dass er ein Betrüger ist", meinte McQuaid Ende September

Zabel glaubt an Tour-Übertragung

Negativschlagzeilen für den Radsport angesichts von Armstrongs in Frage stehender Glaubwürdigkeit schienen jüngst auch Deutschlands zurückgetretenem Sprinterkönig Erik Zabel lieber zu sein als gar keine Berichterstattung.

So erwartet der scheidende Sprinterkönig - trotz der Ausstiegsankündigung von "ARD" und "ZDF" aus der Übertragung der Tour de France 2009 - eine Liveberichterstattung von der Frankreich-Rundfahrt bei den öffentlich-rechtlichen Sendern.

"2007 sind die Öffentlich-Rechtlichen schon einmal ausgestiegen, trotzdem saßen uns die Reporter jeden Tag auf der Pelle. Ich glaube nicht an den Ausstieg", sagte der zweimalige Vizeweltmeister auf einer Pressekonferenz für das Sechstage-Rennen in Berlin.

Boom durch Armstrong

Der 38-Jährige hält im Sinne einer größeren Aufmerksamkeit für den gebeutelten Radsport auch das umstrittene Comeback von Tour-Rekordsieger Lance Armstrong für nützlich.

"Lance wird für einen neuen Radsportboom sorgen. Je näher die Tour rückt, desto intensiver werden sich die Medien um Armstrong kümmern."

Zabels Abschied endgültig

Zabel unterstrich nochmals, beim Spektakel in der deutschen Hauptstadt endgültig seinen Abschied vom Leistungssport zu geben.

"Berlin wird definitiv mein letztes Rennen als Radprofi", sagte der mit 215 Triumphen siegreichste deutsche Fahrer aller Zeiten und künftige Berater des Columbia-Teams mit Blick auf seinen Start an der Stätte des ersten Sechstage-Rennens in Europa vor 100 Jahren.

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