[image id="67d829f9-6376-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Cugnaux - Die Zeit des Verbalgeplänkels ist vorbei. Am Donnerstag zeigt sich, wer sich wirklich ernsthafte Hoffnungen auf den Sieg bei der 98. Tour de France machen kann.

Auf dem 211 Kilometer langen Weg von Cugnaux nach Luz Ardiden stehen gleich drei schwere Pyrenäenberge auf dem Programm, darunter zwei der Ehrenkategorie.

Schon der erste Anstieg zum Hourquette d'Ancizan bei Kilometer 141,5, der seine Premiere bei der Frankreich-Rundfahrt feiert, hat es in sich.

Erst auf den Tourmalet

Zehn Kilometer schlängelt sich die im Schnitt 7,5 Prozent steile Straße durch die wilde und für gewöhnlich menschenleere Landschaft.

Nur kurz können die Fahrer auf der Abfahrt ins Tal verschnaufen, denn direkt im Anschluss wartet der über 17 Kilometer lange Weg auf den legendären Col du Tourmalet - es ist in diesem Jahr der erste Anstieg der höchsten Kategorie.

Legendärer Armstrong-Sturz

Als hätten sich die Fahrer bis dahin nicht schon genug geschunden, müssen sie sich die letzten 13 Kilometer nach Luz-Ardiden quälen.

In die Tour-Geschichte ging die Ski- und Kletterhochburg Luz Ardiden im Jahr 2003 ein, als sich der spätere Tour-Sieger Lance Armstrong in einer Spitzengruppe mit Jan Ullrich in den Schlaufen der Tasche eines Fans verhedderte und stürzte.

Ullrich wartete auf seinen großen Kontrahenten, der als fragwürdiges "Dankeschön" am Tour-Sieger von 1997 vorbeizog.(423786DIASHOW: Die Etappen-Profile).

Erster Schlagabtausch

Die Favoriten werden sich den ersten Schlagabtausch liefern. Fahrer, die durch die sturzreichen ersten Tage bereits an Boden verloren haben, werden Angriffe starten.

Auch eine Attacke des Titelverteidigers Alberto Contador (Spanien/Saxo Bank) ist durchaus wahrscheinlich.

Durch ihre Nähe zur spanischen Grenze sind die Pyrenäen traditionell ein Mekka für die Radsport-Fans aus dem Nachbarland Frankreichs.

Besonders die Basken werden sich wieder in hoher Anzahl auf einen Sprung über die Grenze machen und dabei vor allem "ihr" Team Euskaltel um Kapitän Samuel Sanchez die Berge raufschreien. Aber auch die französischen Kletterspezialisten wie David Moncoutie (Cofidis) hoffen, an ihrem Nationalfeiertag ein Wörtchen um den Tagessieg mitreden zu können.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel