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Der Brite Mark Cavendish fährt seit 2007 für das HTC-Highroad-Team © getty

Auf der 15. Etappe kommt es zum erwarteten Massenspurt. Wieder hat Mark Cavendish die Nase vorne. Von Andre Greipel ist nichts zu sehen.

Montpellier - Zurückhaltung bei den Favoriten, Jubelstürme für den französischen Volkshelden und eine Vorentscheidung im Kampf um das Grüne Trikot:

Während der Brite Mark Cavendish (HTC-Highroad) mit seinem vierten Etappensieg bei der 98. Tour de France am Sonntag eine Vorentscheidung in der Sprintwertung gelang, verlegten die Favoriten den Kampf um den Gesamtsieg in die Alpen. (DATENCENTER: Die Tour de France)

Dort wird der Franzose Thomas Voeckler (Europcar) das Gelbe Trikot tragen, nachdem er das "maillot jaune" auch auf der Königsetappe in den Pyrenäen zum Plateau de Beille erfolgreich verteidigt hatte und Sonntag auf der Flachetappe nach Montpellier nichts mehr anbrennen ließ. (431256DIASHOW: Die Bilder der Tour)

Tony Martins Hoffnung von einem Top-10-Platz hat sich dagegen endgültig zerschlagen.

Martin arbeitet für Cavendish-Sieg

Auf der 15. Etappe, der wohl letzten mit einer Sprintankunft vor der Schlussetappe nach Paris, beteiligte Martin sich wie schon in den ersten Tagen der Tour am Sprintzug für Teamkollege Mark Cavendish.

Auf dem 193 Kilometer langen Teilstück von Limoux nach Montpellier holte der HTC-Express rund zwei Kilometer vor dem Ziel Niki Terpstra (Quick Step) ein, die Teil einer fünfköpfigen Ausreißergruppe war.

Cavendish, der auch den Zwischensprint des Pelotons gewonnen hatte, war vor den letzten Metern hervorragend positioniert worden und gewann den Massensprint mit fast spielerischer Leichtigkeit vor Tyler Farrar (Garmin-Cervelo) und Alessandro Petacchi (Lampre).

Vorentscheidung um Grünes Trikot

Damit sorgte der "Sprinter-König" für eine Vorentscheidung im Kampf um das Grüne Trikot.

Cavendish wird das "maillot verte" mit 37 Punkten Vorsprung auf den Spanier Jose Joaquin Rojas (Movistar) in die Alpen tragen.

"Wir arbeiten den ganzen Tag und er dankt es uns zu hundert Prozent", sagte Martin nach der Zielankunft in Montpellier.

Zabel scherzt

Es war bereits Cavendishs 19. Tageserfolg bei der Tour de France. Sprintet "Cav" auch in den kommenden Jahren so stark, könnte irgendwann der "ewige" Rekord des "Kannibalen" Eddy Merckx (34 Siege) fällig werden.

"Mark kann noch fünf, acht oder zehn Jahre auf Top-Niveau fahren. Aber Eddy ist Eddy. Am Besten hört Cav bei 33 Siegen auf", sagte die deutsche Sprint-Legende Erik Zabel augenzwinkernd.

Ciolek bester Deutscher

Bester Deutscher war am Sonntag Gerald Ciolek (Quick-Step). Er fuhr in Montpellier als Siebter über die Ziellinie.

Sprint-Ass Andre Greipel (Omega-Pharma-Lotto), der die zehnte Etappe noch für sich entscheiden konnte, hatte mit dem Etappensieg nichts zu tun.

Dienstag geht es in die Alpen

Am Montag steht der zweite Ruhetag der Tour 2011 auf dem Programm. (423786DIASHOW: Die Etappen-Profile)

Zeit für die Kandidaten auf den Gesamtsieg, sich vor der entscheidenen letzten Woche zu regenerieren.

Am Dienstag geht es über 162,5 Kilometer von Saint-Paul-Trois-Chateaux nach Gap.

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