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Marcel Kittel wurde 2005 Junioren-Weltmeister im Zeitfahren © getty

Nach dem vierten Etappensieg bei der Polen-Rundfahrt fehlen Kittel die Worte. Sein Generalmanager lobt ihn überschwänglich.

München - Deutschlands Sprintkönig Erik Zabel sieht in ihm seinen legitimen Nachfolger.

Spätestens nach seinen vier Tagessiegen bei der Polen-Rundfahrt ist Marcel Kittel auch den meisten Radsportfans ein Begriff.

"Ich bin überglücklich. Diese Woche lief für mich und meine Mannschaft perfekt", sagte der 23-Jährige nach seinem erneuten Etappensieg bei der Polen-Rundfahrt: "Es gibt kaum Worte, mit denen ich meine Freude beschreiben könnte", meinte er nach der Zieldurchfahrt in Krakau.

Die Schinderei durch die Hohe Tatra hatte sich gelohnt.

Kittel selbst überrascht

Mit drei Etappensiegen auf den ersten drei Teilstücken der Rundfahrt hatte er auch die Konkurrenz um Ex-Weltmeister Tom Boonen (Quick-Step) aus Belgien sprachlos gemacht und sich zwischenzeitlich in das Gelbe Trikot des Spitzenreiters gesichert (NEWS: Kittel verliert Gelbes Trikot).

"Ich hatte schon vor, eine Etappe zu gewinnen, aber mit vier habe ich nicht gerechnet", sagte Kittel, der auf den welligen Mittelgebirgsetappen in der Gesamtwertung weit zurückfiel.

Ein künftiger Top-Sprinter?

Dass der Erfurter zum Erfolgsgaranten des zweitklassigen Skil-Shimano-Teams avancierte, kam für Generalmanager Iwan Spekenbrink nicht überraschend.

"Ich denke schon seit dem ersten Tag, den er bei uns verbracht hat, dass er einmal in die Welt der absoluten Top-Sprinter vorstoßen kann", sagte Spekenbrink. Zabel attestierte dem Erfurter "außerordentliches Talent".

"Da deutet sich eine neue Radfahrergeneration an", sagte der sechsmalige Gewinner des Sprintertrikots bei der Tour de France.

"Ich kann es nicht begreifen"

Dabei war Kittel, der erst seit dieser Saison für den niederländischen Rennstall fährt, beim Thüringer Energie Team als Zeitfahrspezialist bekannt.

In dieser Disziplin wurde er 2010 deutscher Meister in der U-23-Klasse, bei der WM 2010 sprang die Bronzemedaille heraus. Doch mit speziellem Sprinttraining legte er die Grundlagen für seine bisher zwölf Siege in seiner Novizensaion. Die Häufung der Erfolge bei der World-Tour-Serie hatte der 23-Jährige aber dennoch nicht auf dem Zettel.

"Ich kann es selbst gar nicht richtig begreifen, wie gut es hier für mich läuft", sagte Kittel, der noch mindestens bis Ende 2013 für Skil-Shimano unterwegs ist (DATENCENTER: Die Tour de Pologne).

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