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Marcel Kittel wurde 2005 Junioren-Weltmeister im Einzelzeitfahren © getty

Der deutsche Sprinter gewinnt bei der Vuelta die 7. Etappe. Im Massensprint lässt er den Vortagessieger hinter sich.

Talavera de la Reina - Nach dem größten Erfolg seiner Karriere fühlte sich Radprofi Marcel Kittel wie im Traum:

"Ich habe die ganze Zeit Angst, dass ich gleich aufwache. Das ist einer der verrücktesten Tage meines Lebens", sagte der 23-Jährige.

Doch Kittels grandiose Leistung auf der 7. Etappe der Vuelta war Realität.

In souveräner Manier hatte der Arnstädter vom Team Skil-Shimano nach einem fulminanten Antritt seine erste Etappe bei einer der drei großen Landesrundfahrten gewonnen - und das bei seinem ersten Start.

Lob für Kittel

"Das ist großartig. Es ist ein toller Sieg", sagte Teammanager Bennie Ceulen: "Damit hat er uns den Weg zur Tour de France geebnet."

Kittel gab das Lob umgehend an sein Team zurück. "Jeder hat 120 Prozent gegeben und ganz der Sache hingegeben", sagte er: "Dieser Sieg gibt mir noch mehr Selbstbewusstsein."

Sturz vor dem Ziel

Der deutsche Nachwuchsstar ließ im Massensprint Vortagessieger Peter Sagan (Slowakei/Liquigas) und dem dreimaligen Weltmeister Oscar Freire (Niederlande/Rabobank) keine Chance.

Schon bei der Polen-Rundfahrt hatte Kittel mit vier Tagessiegen für Furore gesorgt. Hinter den Topsprintern war es wenige hundert Meter vor dem Ende der 182,9 Kilometer langen Etappe von Almaden nach Talavera de la Reina zu einem Sturz gekommen.

Unter den Leidtragenden war auch John Degenkolb (HTC-Highroad) aus Gera.

Spitze bleibt unverändert

An der Spitze der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Der Franzose Sylvain Chavanel (QuickStep) führt weiter mit 15 Sekunden vor Daniel Moreno (Spanien/Katjuscha).

Titelverteidiger Vincenzo Nibali (Italien/Liquigas) folgt als Dritter mit 19 Sekunden Rückstand.

Spitzengruppe setzt sich ab

Eine vierköpfige Spitzengruppe dominierte lange Zeit den siebten Tagesabschnitt.

Bereits kurz nach dem Start hatten sich Steve Houanard (Frankreich/AG2R), Antonio Cabello (Spanien/Andalucia), Luis Angel Mate (Spanien/Cofidis) und Julien Fouchard (Frankreich/Cofidis) aus dem Hauptfeld gelöst.

Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung der Ausreißer auf über neun Minuten an. Rund acht Kilometer vor dem Ziel wurde Fouchard als letzter Flüchtiger vom Peloton geschluckt.

Bergwertungen stehen an

Die 8. Etappe der Spanien-Rundfahrt führt am Samstag über 177,3 Kilometer von Talavera de la Reina nach San Lorenzo de El Escorial.

Dabei müssen die Fahrer eine Bergwertung der ersten und zwei Bergwertungen der zweiten Kategorie bewältigen. Die Vuelta endet am 11. September traditionell in Madrid.

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